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Und «Star Wars» kommt erst noch

Disney hat 2019 mehr Geld mit Ticketverkäufen umgesetzt, als jedes andere Hollywoodstudio zuvor. Dabei ist das Kinojahr noch gar nicht vorbei.

Schon erstaunlich: Kein Hollywoodstudio zuvor hat so viel Geld mit seinen Produktionen verdient, wie Disney. Foto: AP
Schon erstaunlich: Kein Hollywoodstudio zuvor hat so viel Geld mit seinen Produktionen verdient, wie Disney. Foto: AP

Das Filmstudio Disney hat im Kinokalenderjahr 2019 zehn Milliarden Dollar allein mit Ticketverkäufen umgesetzt, wie die Fachzeitschrift Variety berichtet. Das ist so viel, wie noch kein Hollywoodstudio jemals zuvor mit Kinofilmen verdient hat. Dass der Rekord gebrochen werden würde, zeichnete sich schon länger ab, dass es bereits Mitte Dezember passiert, ist eine Überraschung. Denn eines der wichtigsten Disney-Projekte des Jahres, die «Star Wars»-Fortsetzung «Der Aufstieg Skywalkers», startet erst nächste Woche.

Aber allein mit Blockbustern wie dem Superheldenspektakel «Avengers: Endgame», der mit einem Einspielergebnis von knapp 2,8 Milliarden zum erfolgreichsten Film aller Zeiten wurde, hatte Disney bereits genug Hits, um die magische Zehn-Milliarden-Marke zu knacken. Sechs der zehn erfolgreichsten Filme des Jahres stammen aus dem Hause Disney. Neben den «Avengers» brachten vor allem das Remake des Trickklassikers «Der König der Löwen» sowie der Superheldenfilm «Captain Marvel» und die Pixar-Fortsetzung «Toy Story 4» jeweils über eine Milliarde Dollar in die Disney-Kasse ein. Keiner anderen Marke in der Unterhaltungsindustrie sind die Zuschauer so bedingungslos treu wie dem Micky-Maus-Konzern. Der Gesamtumsatz wäre sogar noch deutlich höher, wenn man die Filme des Fox-Studios, das Disney kürzlich erworben hat, noch dazuzählen würde.

Für die kriselnde amerikanische Kinobranche sind das gute Nachrichten, denn wenigstens auf ein Hollywoodstudio ist noch Verlass. Konkurrenten wie Warner Brothers hingegen erlebten 2019 ein Debakel nach dem anderen. Teure Produktionen wie «Doctor Sleep», «Der Distelfink» und «Motherless Brooklyn» floppten.

Was im Umkehrschluss aber auch mal wieder bedeutet, dass die kommerziell erfolgreiche Kinokunst der Gegenwart recht einseitig gestrickt ist: ausser Superhelden und Trickfiguren vom Fliessband funktioniert zumindest im Blockbusterbereich nur noch wenig. Bei Disney wird man das freilich als Aufforderung verstehen, so weiterzumachen wie bisher.

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