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US-Handelsdefizit auf 9-Monatshoch

Die US-Amerikaner konsumieren zurzeit viel mehr als sie produzieren. Die Handelsbilanz liegt bei 48,7 Milliarden Dollar im Minus – dem grössten Defizit seit April des letzten Jahres.

Massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland müssen die Lücke füllen: Container am Hafen in Miami.
Massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland müssen die Lücke füllen: Container am Hafen in Miami.
Keystone

Eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Konsumgütern hat das Handelsdefizit der USA in die Höhe getrieben. Die Differenz zwischen Exporten und Importen stieg auf 48,7 Milliarden Dollar, wie das US-Handelsministerium heute mitteilte. Das ist das grösste Defizit seit April.

Die Einfuhren stiegen um 3,8 Prozent auf 231,3 Milliarden Dollar und damit so stark wie seit acht Monaten nicht. Doch der Anstieg ist vor allem auf eine stärkere Nachfrage nach Konsumgütern zurückzuführen. Das könnte auf eine Belebung des privaten Verbrauchs hindeuten, der traditionell der wichtigste Wachstumstreiber für die USA ist.

Lücke füllen

Nutzniesser der höheren Einfuhren sind die Europäische Union und besonders Deutschland: Aus der Bundesrepublik wurden 6,4 Prozent mehr Produkte in die USA geliefert. Die US-Exporte legten um ein Prozent auf 182,6 Milliarden Dollar zu.

Das US-Handelsbilanzdefizit wird an den Märkten mit grosser Aufmerksamkeit beobachtet. Weil die USA mehr konsumieren als sie produzieren, muss die Lücke durch massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland geschlossen werden. Bleiben diese aus, droht eine Dollar-Abwertung mit entsprechenden Auswirkungen für die Weltwirtschaft.

SDA/wid

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