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Valiant hat sich verspekuliert

Die Berner Bankengruppe Valiant hat im 2010 122,5 Millionen Franken verdient – 17,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Belastet wurde das Ergebnis durch Absicherungsgeschäfte gegen steigende Zinsen.

Stehen der Presse Red und Antwort: Verwaltungsratspräsident Kurt Streit (links) und Valiant-CEO Michael Hobmeier an der Pressekonferenz in Zürich.
Stehen der Presse Red und Antwort: Verwaltungsratspräsident Kurt Streit (links) und Valiant-CEO Michael Hobmeier an der Pressekonferenz in Zürich.
Keystone

Valiant, die wie andere Regional- und Kantonalbanken stark vom Zinsgeschäft abhängig ist, hatte fälschlicherweise darauf spekuliert, dass die Schweizerische Nationalbank den Leitzins im vergangenen Jahr anheben würde. Die entsprechenden Absicherungsgeschäfte in der Höhe von 20 Millionen Franken drückten auf den operativen Gewinn, der um 18,7 Prozent auf 175,7 Millionen Franken sank.

Das unverändert tiefe Zinsniveau hat auch den Erfolg aus dem Zinsgeschäft geschmälert. Dieser nahm im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Prozent auf 321,3 Millionen Franken ab, obwohl die von Valiant verwalteten Kundenvermögen 2010 um knapp eine Milliarden Franken anstiegen. Ende Jahr verwaltete Valiant 16,8 Milliarden Franken.

Handelsgeschäft schnitt besser ab

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte gegenüber dem Vorjahr dafür leicht auf 68,8 Millionen Franken gesteigert werden. Das Handelsgeschäft schnitt mit 15,8 Millionen Franken ebenfalls besser ab. Auf der Aufwandseite wirkten sich vor allem die um zehn Millionen Franken höheren Informatikkosten negativ auf den Bruttogewinn aus.

Wegen des tieferen Gewinns verzichten der gesamte Verwaltungsrat und Unternehmenschef Michael Hobmeier auf Teile ihrer Vergütungen, wie Valiant heute mitteilte.

SDA/pbe

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