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Verhärtete Fronten bei British Airways

Die Flugbegleiter der Airline haben am Montag einen fünftägigen Streik begonnen. Zuvor hatte die Leitung unter Willie Walsh ein letztes Verhandlungsangebot zurckgewiesen.

Stillstand: British-Airways-Jets auf dem Flughafen Heathrow in London.
Stillstand: British-Airways-Jets auf dem Flughafen Heathrow in London.
Keystone

British Airways (BA) reagierte offizielle zunächst gelassen auf den Ausstand und erklärte, 70 Prozent der Passagiere mit gebuchten Flügen würden ihre Reise machen können. Die Gewerkschaft Unite hatte am Sonntag erklärt, sie sei bereit, den ab Mitternacht geplanten Streik abzusagen. Bedingung sei, dass British Airways die Streichung der Reisevergünstigungen für Mitarbeiter zurücknehme, die sich an früheren Streiks beteiligt hatten.

Die Fluggesellschaft erklärte dazu, sie sei enttäuscht darüber, dass Gewerkschaftsführer Tony Woodley das Angebot über die Medien verbreitet habe. Überdies habe British Airways bereits zugesagt, die Reisevergünstigungen für das gesamte Kabinenpersonal wieder einzuführen, sofern die Gewerkschaft auf das letzte Verhandlungsangebot der Unternehmensführung eingehe.

Vorwürfe gegen die Gewerkschaft

Weiter teilte die BA-Geschäftsführung mit, sie sei zur Fortsetzung der Verhandlungen bereit. Sie warf der Gewerkschaft der Flugbegleiter, BASSA, vor, nicht ernsthaft für einen Kompromiss zur Beilegung des Konflikts zu verhandeln – und dass Woodley die Kontrolle über diese Gewerkschaft entglitten sei.

Die Gewerkschaft Unite, zu der BASSA gehört, vertritt etwa 90 Prozent der 12'000 Beschäftigten des Kabinenpersonals bei British Airways. Sie hat eine Serie von Arbeitsniederlegungen an insgesamt 15 Tagen angekündigt. Der erste Ausstand soll am Montag um 1 Uhr MESZ beginnen und fünf Tage dauern. British Airways hat angekündigt, mehr als die Hälfte der Flüge ab London-Heathrow würden dennoch planmässig starten. Trotzdem dürfte ein Streik tausende Fluggäste treffen.

BA hatte am vergangenen Freitag einen Nettoverlust für das gesamte vergangene Jahr über 425 Millionen Pfund berichtet, also umgerechnet 488 Millionen Euro. Das war das grösste Minus seit dem Jahr 1987, als die Fluggesellschaft privatisiert worden war.

AFP/raa

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