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Verheerender BIP-Einbruch in Thailand

Die katastrophalen Überschwemmungen in Thailand haben das sonst stetige Wirtschaftswachstum des Landes im vergangenen Jahr zunichtegemacht. Die Wirtschaftsleistung ist um über zehn Prozent eingebrochen.

Wirtschaft liegt am Boden: In einem Vorort von Bangkok hält ein Junge sein Geld während der Fluten im Trockenen. (15. Oktober 2011)
Wirtschaft liegt am Boden: In einem Vorort von Bangkok hält ein Junge sein Geld während der Fluten im Trockenen. (15. Oktober 2011)
AFP

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) schrumpfte in Thailand vom dritten zum vierten Quartal um 10,7 Prozent, wie die Behörde für Wirtschaft und Soziale Entwicklung mitteilt. Aufs Jahr blieben nur 0,1 Prozent Wachstum übrig. 2010 hatte die Wirtschaftsleistung noch um 7,8 Prozent zugelegt.

Von den schwersten Überschwemmungen in Thailand seit einem halben Jahrhundert waren zwischenzeitlich 65 von 77 Provinzen des Landes betroffen. Mehr als 800 Menschen starben, Hunderttausende wurden obdachlos. Industrieanlagen mussten geschlossen werden, was die Versorgung beeinträchtigte. Die Überflutungen hatten im Juli begonnen; im Dezember waren immer noch fünf Provinzen betroffen. Auch ausländische Unternehmen mit Standorten in Thailand – insbesondere japanische – trafen die Überschwemmungen hart.

Erholung in Sicht

Selbst in der Asienkrise Ende der 90er-Jahre war die Wirtschaft in Thailand nur um vier bis fünf Prozent geschrumpft. Der schwere Einbruch des BIP wegen der Überschwemmungen wird nach Einschätzung der Regierung nun aber schnell überwunden sein.

Bereits in diesem Jahr rechnet sie mit einem Wachstum von über 5,0 Prozent. «Die Zentralbank rechnet mit bis zu 5,0 Prozent, aber wenn wir alles richtig machen, dann können wir sogar 7,0 Prozent erreichen», sagte in der vergangenen Woche Finanzminister dem «Wall Street Journal».

(AFP)

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