Zum Hauptinhalt springen

Verrückt oder verantwortungslos?

Sonova-Patron Andy Rihs ist ein Gefühlsmensch. Einer, der allem nachjagt, was ihn zu begeistern vermag. Und lebt seine Launen auch in Bereichen aus, von denen er «überhaupt nichts versteht».

Erwin Haas
Knalleffekt: Andy Rhis eröffnet das Zürcher Sechstagerennen im Hallenstadion (15. Dezember 2009).
Knalleffekt: Andy Rhis eröffnet das Zürcher Sechstagerennen im Hallenstadion (15. Dezember 2009).
Keystone
«Ein eigenwilliges Wesen», sagen die einen, «ein bisschen verrückt», meinen die anderen: Andy Rihs verkündet seinen Rücktritt als VR-Präsident (30. März 2011).
«Ein eigenwilliges Wesen», sagen die einen, «ein bisschen verrückt», meinen die anderen: Andy Rihs verkündet seinen Rücktritt als VR-Präsident (30. März 2011).
Keystone
Absolut radsportbegeistert: Andy Rihs, Besitzer des BMC-Teams.
Absolut radsportbegeistert: Andy Rihs, Besitzer des BMC-Teams.
Keystone
Sein Engagement bei den Veloprofis brachte Andy Rhis viel Ärger: Hier versucht er im September 2004 mit seinem Star-Fahrer Tyler Hamilton die Dopingvorwürfe gegen den US-Amerikaner zu entkräften.
Sein Engagement bei den Veloprofis brachte Andy Rhis viel Ärger: Hier versucht er im September 2004 mit seinem Star-Fahrer Tyler Hamilton die Dopingvorwürfe gegen den US-Amerikaner zu entkräften.
Keystone
Auch das nächste Phonak-Aushängeschild, Floyd Landis, wurde des Dopings überführt (hier als Träger des Gelben Trikots an der Tour de France 2006).
Auch das nächste Phonak-Aushängeschild, Floyd Landis, wurde des Dopings überführt (hier als Träger des Gelben Trikots an der Tour de France 2006).
Keystone
1 / 7

Sonova-Gründer Andy Rihs ist der Nicolas Hayek der Hörgeräte-Branche: Der 68-Jährige gilt als innovativ, zuverlässig, integer. Doch der Skandal um mögliche Insidergeschäfte bei der ehemaligen Phonak zeigt den Stäfner Industriepionier in einem schiefen Licht. Sein Ruf leidet – nicht zum ersten Mal.

Am bekanntesten ist wohl der Skandal um den amerikanischen Radprofi Floyd Landis, der 2006 für Rihs’ Phonak-Team die Tour de France gewann. 2007 wurde Landis des Dopings überführt – und musste den Titel wieder abgeben. Kaum hatte sich der Verdacht gegen Landis erhärtet, stellte ihn Rihs auf die Strasse und zog sich vorübergehend aus dem Radsport zurück, um dem Gerede ein Ende zu machen. Dass er als Patron und Sponsor von der ärztlichen Nachhilfe im Phonak-Team keine Kenntnis gehabt haben soll, liess sich so wenig beweisen wie der Verdacht, dass sie seinen Segen hatte. In der Öffentlichkeit hatte sich Rihs stets als Kämpfer gegen Doping im Radsport gebärdet.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen