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Vertrauen ist ein kostbares Gut

Sowohl die Autobauer als auch die Behörden haben im Abgasskandal Fehler zu korrigieren.

Welchen Angaben können Autokäufer noch trauen? Seit Gewissheit darüber herrscht, dass nicht nur VW bei Abgasmessungen geschummelt hat, sondern auch andere Autobauer zumindest zu Tricks gegriffen haben, um Abgaswerte zu beschönigen, stellt sich diese Frage unweigerlich. Gerade bei Kaufkriterien, die sich nicht oder nur schwer selber prüfen lassen, sind Konsu­menten den Informationen der Hersteller ausgeliefert. Wie viel Benzin verbraucht ein Fahrzeug? Wie viel Dreck strömt aus dem Auspuff? Stimmen die Angaben dazu nicht, ist der Käufer, dem solche Kriterien bei der Marken- und Modellwahl wichtig waren, der Gelackmeierte. Nach dem Abgasskandal muss sich die Autoindustrie nicht wundern, wenn Vorschriften verschärft und Kontrollen verstärkt werden.

Der Konsument und Bürger muss sich aber auch auf die Behörden verlassen können. Diese müssen gewährleisten, dass Vorschriften und Grenzwerte auch tatsächlich eingehalten werden. Im Skandal rund um die verfälschten Abgaswerte haben die staatlichen ­Zulassungs- und Kontrollinstitutionen allerdings alles andere als eine gute Figur abgegeben. Bisweilen ­entstand der Eindruck, die Ämter seien verlängerte Arme der Autokonzerne.

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