Der Deal um Franz Carl Weber ist im Trockenen

Am Freitagmorgen herrschte Verwirrung um die Beteiligung von Nationalrat Marcel Dobler am Spielwarenhändler. Nun hat es offenbar doch geklappt.

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Nun ist es definitiv: Der Spielwarenhändler Franz Carl Weber erhält neue Besitzer. Es kommt wie erwartet zu einem Management-Buy-Out der Traditionsmarke. Neben dem CEO, Yves Burger, übernehmen der Mitgründer von Digitec und FDP-Nationalrat Marcel Dobler sowie der deutsche Spielwarenhersteller Simba Dickie je ein Drittel am «Franzki».

Einer Mitteilung vom Freitagnachmittag ist zu entnehmen, dass eine Investorengruppe rund um Burger von der sich in Nachlassstundung befindenden französischen Ludendo Gruppe 100 Prozent des Aktienkapitals der Franz Carl Weber AG übernommen hat. Damit ermögliche man den unternehmerischen Fortbestand auf einer vollständig unabhängigen Basis, heisst es.

Zuletzt gab es in den seit Januar laufenden Kaufverhandlungen noch eine leichte «Zusatzrunde aufgrund eines administrativen Fehlers». Das Unternehmen hatte eine zur Übernahme schon verschickte Medienmitteilung wieder zurückgezogen.

Nun sei der Kaufvertag aber von allen Parteien – Käuferin, Verkäuferin und den Sachverwaltern bzw. dem Pariser Handelsgericht – unterschrieben, heisst es in der neuen Mitteilung. Der Vollzug des Vertrages werde «in den nächsten Tagen abgewickelt».

Marcel Dobler ins Boot geholt

Es bestätigt sich somit die Annahme, dass der Mitgründer des Onlinehändlers Digitec und FDP-Nationalrat Marcel Dobler ebenfalls als Investor auftritt. Über einen Einstieg Doblers wurde spekuliert, weil gemäss dem Handelsregister des Kantons Zug anfangs Juli in Baar eine Firma mit Namen FCW Group gegründet wurde.

Über einen Verkauf wurde bereits länger spekuliert, da der Besitzer von Franz Carl Weber, die französische Ludendo Gruppe, in finanziellen Schwierigkeiten geriet.

Erstellt: 20.07.2018, 11:16 Uhr

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