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Vierte Schoggisorte: Jetzt kommt das rosa Kitkat

Nestlé bringt das erste Produkt aus der pinken Schokolade Ruby auf den Markt.

Soll Millennials für Süssigkeiten begeistern: Rosa Kitkat Ruby.
Soll Millennials für Süssigkeiten begeistern: Rosa Kitkat Ruby.
Nestlé

Neben Milch-, schwarzer und weisser Schoggi hat Barry Callebaut eine vierte Sorte entwickelt: Ruby. Die rosa Schokolade ist nicht etwa eingefärbt, die auffällige Farbe und der beerige Geschmack kommen von der gleichnamigen Bohne Ruby. Lange war unklar, wer das erste Produkt mit der neuen Schoggi auf den Markt bringt. Denn Barry Callebaut stellt zwar die Grundmasse her, verkauft aber nicht an den Endkunden.

Jetzt zeigt sich, wer das Rennen macht: Nestlé bringt ein rosafarbenes Kitkat aus Ruby-Schokolade auf den Markt. Zunächst wird dieses nur in Japan und Korea erhältlich sein. Der Verkaufsstart ist morgen – die rosa Süssigkeit erscheint damit passend vor dem Valentinstag am 14. Februar. Ob und wann das Ruby-Kitkat in die Schweiz kommt, wollte Nestlé nicht mitteilen. «Wir evaluieren alle möglichen Optionen in Bezug auf die Märkte, Formate und Verpackung», sagt Sandra Martinez, Chefin des Nestlé-Süsswarengeschäfts, zu dieser Zeitung.

Hoch umkämpfte Märkte

Das Süsswarengeschäft ist eigentlich das Sorgenkind Nestlés. «Das Hauptproblem für Nestlé ist, dass sie ausser Kitkat keine globalen Brands haben», sagt Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy der «Financial Times». «Die anderen Marken sind lokal und in hoch umkämpften Märkten, wie etwa Cailler in der Schweiz.»

Der neue Nestlé-Chef Mark Schneider will vor allem beim Gesundheitsgeschäft ausbauen und so das Wachstum beschleunigen. Anfang dieser Woche gab der Konzern bekannt, sein wenig profitables Süsswarengeschäft in den USA an den italienischen Konkurrenten Ferrero zu verkaufen.

Eine Rippe für 3.50 Franken

Am internationalen Süsswarengeschäft will Nestlé dagegen festhalten und dieses ausbauen, insbesondere die Schokoriegelmarke Kitkat. Dabei setzt der Lebensmittelriese auf das Premiumsegment. Die Lancierung des Ruby-Kitkat entspricht dieser Strategie. Das rosa Kitkat kommt als einzelne Rippe verpackt und kostet je circa 3.50 Franken. Ebenfalls gibt es mit anderen Sorten gemischte Packungen inklusive zweier Ruby-Rippen für umgerechnet rund 15.50 Franken.

Das neue Kitkat zeige, dass Kitkat «Ecken und Kanten habe, dass es Trends setze», sagt Sandra Martinez, Chefin der Süsswarenstrategie bei Nestlé, der «Financial Times». «So wird Kitkat eine coole Marke bleiben, für die sich Millennials interessieren.» Nestlé zielt seit längerem auf diese Kundengruppe, besonders in Asien. Dort gab es Tests mit Grüntee- bis hin zu Käsekuchen-Kitkats. Europa hinkt offenbar hinterher: «In Europa sind wir immer noch auf dem Weg, Kitkat aufzuwerten», so Martinez. Man sehe aber «gutes Momentum».

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