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Von Adidas und Nike in Stich gelassen

Die Arbeiter einer südchinesischen Turnschuhfabrik streikten, obwohl dies im kommunistischen Land illegal ist. Auf die Hilfe von westlichen Weltkonzernen hofften sie vergebens.

Solidarisieren sich mit den Arbeitern in Südchina: Gewerkschafter in Hongkong. Foto: Vincent Yu (AP, Keystone)
Solidarisieren sich mit den Arbeitern in Südchina: Gewerkschafter in Hongkong. Foto: Vincent Yu (AP, Keystone)

Seit drei Jahren steht der junge Chinese, der seinen Namen nicht öffentlich machen will, für Adidas am Fliessband. Er fertigt Sportschuhe an für den Weltkonzern. Bis vor wenigen Tagen war er davon überzeugt, dass Adidas Partei für ihn ergreift, wenn es nötig wäre. Eine ­Illusion, wie sich jetzt zeigt. Die Deutschen hielten öffentlich Abstand, als die Arbeiter ihres Vertragspartners Yue Yuen in der südchinesischen Provinz Guangdong Mitte April zu streiken begannen. Die taiwanische Firma hat ihre Angestellten jahrelang um einen Teil der Sozialversicherungsbeiträge betrogen. Als das aufflog, legte ein Grossteil der Belegschaft die Arbeit nieder.

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