Zum Hauptinhalt springen

Von der einen Kreditkarte auf die nächste

Der Finanzwelt droht ein weiterer Schlag: Laut dem US-Konzern American Express haben Kreditkartenkunden immense Schulden aufgehäuft.

cpm
Kreditkartenfalle: Wenn eine gesperrt wird, gehts mit der Anderen.
Kreditkartenfalle: Wenn eine gesperrt wird, gehts mit der Anderen.
Keystone

Enorme Kreditkartenrückstände gelten in den USA als das nächste grosse Risiko für die Finanzmärkte nach den Hausdarlehen. Immer mehr Amerikaner sitzen in einer Schuldenfalle. Sie schichten ihre Rückstände oft nur noch von einer Kreditkarte auf die nächste, weil sie die teils enormen Zinsen nicht mehr abbezahlen können.

Milliardenschwere Rückstellungen

Der Finanzkonzern American Express hat deswegen für das laufende Quartal 1,4 Milliarden Dollar zurückgestellt. Amex äusserte sich skeptisch zu den Geschäftsaussichten. Die Finanzkrise werde die globale Konjunktur bis weit ins kommende Jahr belasten und die Nutzung von Kreditkarten dämpfen. Zudem sei damit zu rechnen, dass sich in den kommenden Quartalen die Verluste wegen Kreditausfällen häuften.

Deshalb will der Konzern seine Kosten drücken und weniger für Werbung ausgeben. Zudem will er vielen US-Kunden weniger Kredit einräumen. «In diesem wirtschaftlichen Umfeld wollen wir vorsichtig sein», erklärte Konzernchef Kenneth Chenault. Die Finanzierung von American Express sei für mindestens zwölf Monate gesichert.

In Konkurrenz mit Visa und Mastercard

American Express galt wegen seiner relativ zahlungskräftigen Kundschaft lange als vergleichsweise widerstandsfähig. Die Branchenführer Visa und Mastercard legen ihre Zahlen in den nächsten beiden Wochen vor. Ihr Vorteil gegenüber Amex in Krisenzeiten: Sie tragen nicht selbst das Risiko unbezahlter Kreditkartenschulden, sondern ihre Mitgliedsbanken.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch