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Vontobel steigert Gewinn und will Dividende erhöhen

Der Zürcher Privatbank sind mehr Neugelder zugeflossen. Vontobel hat dadurch mehr verdient.

Analysten überrascht: Der CEO der Bank Vontobel, Zeno Staub, bei einer Medienkonferenz. (11. Februar 2015)
Analysten überrascht: Der CEO der Bank Vontobel, Zeno Staub, bei einer Medienkonferenz. (11. Februar 2015)
Keystone

Die Bank Vontobel hat sich trotz Kurs- und Devisenausschlägen gut durch das Jahr 2014 navigiert. Nach den Aufwertungsschüben des Frankens sieht sie dem laufenden Jahr gelassen entgegen. Sparmassnahmen sind trotz Aufhebung des Mindestkurses nicht geplant.

Zwar weist auch Vontobel für 2014 eine Kostenbasis von 70 Prozent in Schweizer Franken aus, während nur 43 Prozent der Einkommen in Schweizer Währung anfallen. Andere Unternehmen setzten wegen des ungleichen Verhältnisses bei den Kosten an. Die Bank Julius Bär etwa verkündete vor rund einer Woche einen Stellenabbau.

Bei Vontobel fallen aber lediglich 14 Prozent des gesamten Ertrags in Euro an, sodass der starke Rückgang des Euro zum Franken nur einen negativen Einfluss von rund 2 Prozent auf den Geschäftsertrag gehabt habe, sagte Finanzchef Martin Sieg bei der Vorlage des Jahresergebnisses.

Vontobel halte an seiner Politik der ruhigen Hand fest, hiess es, womit die Bank den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder zitierte. Diese Politik trug der Zürcher Privatbank im vergangenen Geschäftsjahr immerhin einen um 10 Prozent höheren Gewinn von 134,5 Millionen Fr. ein.

Respektabler Gewinn

Bankchef Zeno Staub bezeichnete diesen Gewinn vor Journalisten als respektabel, denn rekordtiefe Zinsen und gedämpfte Marktvolumina bremsten Erträge und Profitabilität. Analysten hatten dennoch ein etwas höheres Ergebnis erwartet.

Zufrieden zeigten sich Anleger dagegen mit der Dividende. Vontobel will diese um 19 Prozent auf 1.55 Franken pro Aktie erhöhen. Der Aktienkurs legte zwischenzeitlich um über 4 Prozent zu. Bei Börsenschluss lag er noch 2,7 Prozent im Plus.

Solide entwickelten sich die Erträge: Der Betriebsertrag erhöhte sich um 4 Prozent auf 884,4 Millionen Franken. Der Löwenanteil – etwa 71 Prozent – geht auf Kommissionserträge zurück.

Die Kundenvermögen beliefen sich auf 190,7 Milliarden Franken. Das ist ein neuer Höchststand. 40 Prozent davon stammen aus den USA und den Schwellenländern wie etwa Indien oder China. Wichtig sind für die Bank die verwalteten Vermögen von knapp 124 Milliarden Franken.

Erneut viel Neugeld

Netto wurden der Bank Neugelder von 6,2 Milliarden Fr. zugetragen, mehr als in Anlegerkreisen erwartet. Der Grossteil stammt von institutionellen Kunden. Der Zufluss hat sich gegenüber Vorjahr (9,1 Milliarden Fr.) aber etwas verlangsamt. Vontobel bezeichnet die Entwicklung als erneut «überzeugend».

Beim Ausblick gibt sich Vontobel zuversichtlich: Die Wechselkursveränderungen habe die Bank gemäss eigenen Angaben dank des starken Wachstums der vergangenen Jahre gut aufgefangen. Dies zeige sich in der Entwicklung der Vermögensbasis, die im Januar 2015 gegenüber Jahresdurchschnitt weiter gestiegen sei.

Die Eigenmittelausstattung der Privatbank ist zudem robust. Sie beträgt nach dem Rückkauf der Raiffeisen-Beteiligung aus den Kapitalreserven 21,3 Prozent (BIZ-Kernkapitalquote). Damit übertreffe Vontobel die regulatorischen Mindestanforderungen substanziell, hiess es.

(SDA)

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