Vontobel setzt auf Italien

Die Schweizer Bank Vontobel übernimmt die Finter Bank mit Standorten in Zürich und im Tessin. Italienische Privatkunden stehen im Fokus.

Expansions nach Süden: Die Bank Vontobel will das Geschäft mit Ialien verstärken. (2. Februar 2015)

Expansions nach Süden: Die Bank Vontobel will das Geschäft mit Ialien verstärken. (2. Februar 2015) Bild: Ennio Leanza/Keystone

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Mit der Übernahme der Finter Bank versucht die Bank Vontobel, das Geschäft mit italienischen Privatkunden zu stärken. Finter bietet Vermögensverwaltungs-Dienstleistungen für Kunden aus der Schweiz und Italien an, verwaltet Kundengelder in Höhe von rund 1,6 Milliarden Franken und beschäftigt 65 Mitarbeiter, wie Vontobel im heutigen Communiqué mitteilte.

Bislang ist Finter im Besitz von Italmobiliare, der Industrie-und Finanzholding der italienischen Familie Pesenti. Der Kaufpreis beläuft sich auf rund 1,1 Prozent der von Finter verwalteten Kundenvermögen zuzüglich des hauptsächlich aus Überschusskapital bestehenden Buchwertes, wie es weiter hiess.

Bereits im nächsten Jahr gewinnbringend

Italmobiliare-Chef Carlo Pesenti begründete den Verkauf mit anspruchsvoller gewordenen Anforderungen der Privatkunden in der Verwaltung ihrer Vermögen. Italmobiliare werde Vontobel bei der Expansion im Privat-Banking-Markt Italien unterstützen. Als Zeichen dafür erhalte Italmobiliare einen Teil des Verkaufspreises in Aktien von Vontobel.

Vontobel finanziert die Akquisition vollständig durch Eigenmittel und eigene Aktien. Die Akquisition werde bereits 2016 gewinnbringend sein, schreibt die Schweizer Bank.

Vontobel ist seit 2002 in Italien präsent und verwaltet dort im Asset Management bereits Kundenvermögen von rund 6 Milliarden Franken. Mit Finter schaffe Vontobel eine solide Basis für weiteres Wachstum in Italien, hiess es weiter. Die neue Niederlassung im Tessin ergänze zudem die geographische Präsenz im Heimmarkt Schweiz. (fal/sda)

Erstellt: 04.09.2015, 08:45 Uhr

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