Zum Hauptinhalt springen

VW muss 4,3 Milliarden Dollar zahlen

Volkswagen hat sich im Abgasskandal mit den US-Behörden geeinigt. Sechs hochrangige VW-Vertreter müssen sich vor Gericht verantworten.

Einigung im Skandal um die manipulierte Abgas-Software: Auf einen Käufer wartende Volkswagen-Fahrzeuge in einem Autohaus in den USA.
Einigung im Skandal um die manipulierte Abgas-Software: Auf einen Käufer wartende Volkswagen-Fahrzeuge in einem Autohaus in den USA.
David Zalubowski, Keystone
Die VW-Tochter Audi steht wegen ihrer Rolle im Abgas-Skandal unter Druck: Bereits 2007 habe ein Ingenieur einem grösseren Kreis von Managern des Autoherstellers geschrieben, dass man es «ganz ohne Bescheissen» nicht schaffen werde, die US-Grenzwerte beim Schadstoffausstoss von Dieselwagen einzuhalten.Audi-Mitarbeiter montieren im Audi-Werk im deutschen Neckarsulm einen Audi A 4.
Die VW-Tochter Audi steht wegen ihrer Rolle im Abgas-Skandal unter Druck: Bereits 2007 habe ein Ingenieur einem grösseren Kreis von Managern des Autoherstellers geschrieben, dass man es «ganz ohne Bescheissen» nicht schaffen werde, die US-Grenzwerte beim Schadstoffausstoss von Dieselwagen einzuhalten.Audi-Mitarbeiter montieren im Audi-Werk im deutschen Neckarsulm einen Audi A 4.
Thomas Kienzle, Keystone
Wir haben nicht manipuliert: VW sagt, dass die Abgas-Software EU-Recht entspreche. (23. Oktober 2015)
Wir haben nicht manipuliert: VW sagt, dass die Abgas-Software EU-Recht entspreche. (23. Oktober 2015)
Ralf Hirschberger, AFP
Der Autobauer sieht sich einer Flut von Klagen ausgesetzt.
Der Autobauer sieht sich einer Flut von Klagen ausgesetzt.
AP Photo/Markus Schreiber, Keystone
Schon im Herbst 2010 lagen EU-Beamten Hinweise vor, dass Autohersteller die Abgaswerte von Dieselfahrzeugen manipulieren.
Schon im Herbst 2010 lagen EU-Beamten Hinweise vor, dass Autohersteller die Abgaswerte von Dieselfahrzeugen manipulieren.
Alexander Koerner/Getty Images
Insgesamt waren weltweit über 11 Millionen Dieselfahrzeuge von den falschen Schadstoffangaben betroffen. (29. Juli 2015)
Insgesamt waren weltweit über 11 Millionen Dieselfahrzeuge von den falschen Schadstoffangaben betroffen. (29. Juli 2015)
AP Photo/Jens Meyer
Rückschlag für VW: Die für Luftqualität zuständige kalifornische Behörde Carb hat den Rückruf-Plan von VW abgelehnt. Auf dem Bild ist das Phillip Burton Gerichtsgebäude in San Francisco, California, zu sehen. (30. Juni 2016)
Rückschlag für VW: Die für Luftqualität zuständige kalifornische Behörde Carb hat den Rückruf-Plan von VW abgelehnt. Auf dem Bild ist das Phillip Burton Gerichtsgebäude in San Francisco, California, zu sehen. (30. Juni 2016)
John G. Mabanglo, Keystone
Der Abgas-Vergleich soll VW fast 15 Milliarden Dollar kosten: Die US-Flagge reflektiert im VW-Logo. (Archivbild)
Der Abgas-Vergleich soll VW fast 15 Milliarden Dollar kosten: Die US-Flagge reflektiert im VW-Logo. (Archivbild)
Keystone
Die Justiz kommt auf den Geschmack: Die Staatasanwaltschaft Braunschweig ermittelt nun gegen ex-VW-Chef Martin Winterkorn. (April 2014)
Die Justiz kommt auf den Geschmack: Die Staatasanwaltschaft Braunschweig ermittelt nun gegen ex-VW-Chef Martin Winterkorn. (April 2014)
Michael Kappeleer, Keystone
Keine Ruhe in der Abgasaffäre: Nachprüfungen machen eine neue Rückrufaktion von deutschen Autoherstellern nötig. (1. Oktober 2015)
Keine Ruhe in der Abgasaffäre: Nachprüfungen machen eine neue Rückrufaktion von deutschen Autoherstellern nötig. (1. Oktober 2015)
Patrick Pleul/DPA
Volkswagen muss in den USA viele Fahrzeuge zurückkaufen: Eine VW-Fabrik in Chattanooga, Tennessee. (21. Februar 2012)
Volkswagen muss in den USA viele Fahrzeuge zurückkaufen: Eine VW-Fabrik in Chattanooga, Tennessee. (21. Februar 2012)
Erik S. Lesser, Keystone
Ab Ende Januar werden die betroffenen Autos zurückgerufen: VW-Fahrzeuge bei Amag Automobil und Motoren AG in Lupfig. (1. Oktober 2015)
Ab Ende Januar werden die betroffenen Autos zurückgerufen: VW-Fahrzeuge bei Amag Automobil und Motoren AG in Lupfig. (1. Oktober 2015)
Walter Bieri, Keystone
Volkswagen will Verdacht auf Manipulationen mehrheitlich entkräftet haben: Die VW-Fabrik in Baunatal. (8. Dezember 2015)
Volkswagen will Verdacht auf Manipulationen mehrheitlich entkräftet haben: Die VW-Fabrik in Baunatal. (8. Dezember 2015)
Uwe Zucchi, Keystone
VW kündigt eine grosse Rückrufaktion für Anfang 2016 an:  John Swanton, Sprecher einer kalifornischen Umweltbehörde, zeigt, wie ein VW Passat Diesel auf Abgase getestet wird in einem Labor in El Monte. (30. September 2015)
VW kündigt eine grosse Rückrufaktion für Anfang 2016 an: John Swanton, Sprecher einer kalifornischen Umweltbehörde, zeigt, wie ein VW Passat Diesel auf Abgase getestet wird in einem Labor in El Monte. (30. September 2015)
Nick Ut, Ex-Press
Vorschlag der Konsumentenschützer für den VW-Importeur: Die Amag-Gruppe in Buchs (25. September 2015).
Vorschlag der Konsumentenschützer für den VW-Importeur: Die Amag-Gruppe in Buchs (25. September 2015).
Gian Ehrenzeller, Keystone
In der Schweiz sammelt die Bundesanwaltschaft die Anzeigen, die die Abgasaffäre betreffen: Front eines VW-T1-Busses.
In der Schweiz sammelt die Bundesanwaltschaft die Anzeigen, die die Abgasaffäre betreffen: Front eines VW-T1-Busses.
Julian Stratenschulte, Keystone
Kommt noch mehr ans Tageslicht? Armaturen eines Volkswagens. (9. Oktober 2015)
Kommt noch mehr ans Tageslicht? Armaturen eines Volkswagens. (9. Oktober 2015)
Hendrik Schmidt, Keystone
Durchsuchungen in Wolfsburg: Die Staatsanwaltschaft sucht nach weiteren Hinweisen im VW-Skandal. (8. Oktober 2015)
Durchsuchungen in Wolfsburg: Die Staatsanwaltschaft sucht nach weiteren Hinweisen im VW-Skandal. (8. Oktober 2015)
Julian Stratenschulte, AFP
Wusste schon länger von möglichen Strafen der US-Umweltbehörde EPA: Michael Horn, US-Chef von VW. (Archivbild)
Wusste schon länger von möglichen Strafen der US-Umweltbehörde EPA: Michael Horn, US-Chef von VW. (Archivbild)
Andrew Burton, AFP
Volkswagen wird fünf Millionen Kunden schriftlich in die Garage bitten, um das «Abgasverhalten ihres Fahrzeuges» nachzubessern.
Volkswagen wird fünf Millionen Kunden schriftlich in die Garage bitten, um das «Abgasverhalten ihres Fahrzeuges» nachzubessern.
Patrik Stollarz, AFP
VW will eine Milliarde Euro weniger investieren pro Jahr: Ein Arbeiter montiert Motoren im Werk in Zwickau in Ostdeutschland. (6. September 2015)
VW will eine Milliarde Euro weniger investieren pro Jahr: Ein Arbeiter montiert Motoren im Werk in Zwickau in Ostdeutschland. (6. September 2015)
Jens Meyer, Keystone
Verkaufsverbot: VW-Fahrzeuge vor einer Garage der Amag-Gruppe, des VW-Importeurs für die Schweiz. (25. September 2015)
Verkaufsverbot: VW-Fahrzeuge vor einer Garage der Amag-Gruppe, des VW-Importeurs für die Schweiz. (25. September 2015)
Keystone
Abgang als VW-Konzernchef: Martin Winterkorn zieht die Konsequenzen aus dem Abgasskandal und tritt zurück. Trotzdem soll er weiterhin in zentralen Führungspositionen bleiben. (23.9.2015)
Abgang als VW-Konzernchef: Martin Winterkorn zieht die Konsequenzen aus dem Abgasskandal und tritt zurück. Trotzdem soll er weiterhin in zentralen Führungspositionen bleiben. (23.9.2015)
Michael Kappeler/EPA
Ablösung an der Spitze: Martin Winterkorn (l.) wird durch Matthias Müller ersetzt. (18. März 2014)
Ablösung an der Spitze: Martin Winterkorn (l.) wird durch Matthias Müller ersetzt. (18. März 2014)
Keystone
Die Zurich soll Reserven im Fall VW angelegt haben: Das Logo des Versicherungskonzerns in Zürich. (11. März 2014)
Die Zurich soll Reserven im Fall VW angelegt haben: Das Logo des Versicherungskonzerns in Zürich. (11. März 2014)
Steffen Schmidt, Keystone
Laut dem deutschen Verkehrsminister Alexander Dobrindt sind in Deutschland mindestens 2,8 Millionen Fahrzeuge von VW von der Abgasmanipulation betroffen.
Laut dem deutschen Verkehrsminister Alexander Dobrindt sind in Deutschland mindestens 2,8 Millionen Fahrzeuge von VW von der Abgasmanipulation betroffen.
Brennen Linsley/AP
Der fehlerhafte VW-Motor vom Typ EA 189 sei auch in Fahrzeuge der Modellreihen A1, A3, A4 und A6 verbaut worden, sagt ein Audi-Sprecher: Eine Frau geht an einer Audi-Vertretung in Chicago vorüber. (22. September 2015)
Der fehlerhafte VW-Motor vom Typ EA 189 sei auch in Fahrzeuge der Modellreihen A1, A3, A4 und A6 verbaut worden, sagt ein Audi-Sprecher: Eine Frau geht an einer Audi-Vertretung in Chicago vorüber. (22. September 2015)
Scott Olson/Getty Images/, AFP
1 / 29

Volkswagen hat mit dem US-Justizministerium einen milliardenteuren Vergleich im Dieselskandal ausgehandelt: Das Ministerium teilte am Mittwoch in Washington mit, der Konzern werde Strafzahlungen in einer Gesamthöhe von 4,3 Milliarden Dollar leisten. Volkswagen werde sich des Betrugs schuldig bekennen, um strafrechtliche Ermittlungen zu vermeiden.

Der Konzern wird nach eigenen Angaben eine Strafzahlung in Höhe von 2,8 Milliarden Euro leisten. Er stimmte ausserdem einer kombinierten Strafzahlung in Höhe von 1,45 Milliarden Dollar zu, um Umweltschutzklagen des Bundes sowie Zoll-bezogene zivilrechtliche Ansprüche in den USA beizulegen.

Wie das US-Justizministerium weiter mitteilte, sind im Zusammenhang mit der Abgasaffäre bei Volkswagen in den USA fünf weitere Konzernmitarbeiter beschuldigt worden. Ihnen werde Betrug vorgeworfen. Bereits am vergangenen Wochenende war in Florida ein VW-Manager festgenommen worden.

Nicht der erste Milliarden-Deal

Der VW-Vorstandsvorsitzender Matthias Müller erklärte am Mittwoch: «Volkswagen bedauert die Handlungen, die zur Dieselkrise geführt haben, zutiefst und aufrichtig.» Das Unternehmen werde «weiter mit Nachdruck den Wandel im Denken und Handeln vorantreiben».

Um zivilrechtliche Klagen in den USA aus der Welt zu schaffen, hatte VW in den vergangenen Monaten bereits mehrere milliardenschwere Vereinbarungen ausgehandelt. So muss der Konzern 14,7 Milliarden Dollar wegen der Abgasmanipulationen bei rund 480'000 Fahrzeugen mit Zwei-Liter-Motoren zahlen.

Unternehmensspitze beteuert Unschuld

Volkswagen hatte im September 2015 auf Druck der US-Behörden zugegeben, weltweit in elf Millionen Dieselautos verschiedener Marken die illegale Software eingebaut zu haben. Dadurch wurden bei Tests deutlich niedrigere Werte an gesundheitsschädlichen Stickoxiden angezeigt.

Der Konzern beteuert bis heute, dass die Unternehmensspitze von den Manipulationen nichts gewusst habe und diese umgehend bei den Behörden zugegeben habe, nachdem sie davon in Kenntnis gesetzt worden sei.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch