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VW-Chef schreibt Widmer-Schlumpf

Matthias Müller, Konzernchef von Volkswagen, will Mehrsteuern seiner Kunden direkt bezahlen, wie er in einem Brief an die Bundesrätin schreibt.

Es sei zu «nicht erklärbaren Werten gekommen»: VW-CEO Matthias Müller. (Archivbild)
Es sei zu «nicht erklärbaren Werten gekommen»: VW-CEO Matthias Müller. (Archivbild)
Julian Stratenschulte, Keystone

In einem Brief an Bundesrätin Widmer-Schlumpf und die EU-Finanzminister verspricht der deutsche VW-Konzernchef Matthias Müller, zusätzlich anfallende Motorfahrzeugsteuern zu übernehmen. Laut «NZZ am Sonnntag» bittet er Finanzministerin Widmer-Schlumpf, etwaige Mehrsteuern direkt dem Konzern zu belasten und nicht den Autobesitzern.

In der Nachricht, die der Deutschen Presseagentur dpa vorliegt, heisst es wortwörtlich: «Der Volkswagen Konzern wird dafür einstehen, dass etwaige Mehrsteuern ausgeglichen werden.» In seinem Schreiben räumt Konzern-Chef Müller ein, bei der Bestimmung des CO2-Wertes für die Typ-Zulassung sei es zu nicht erklärbaren Werten gekommen. Davon seien rund 800'000 Fahrzeuge des Konzerns (VW, Audi, Seat, Skoda) betroffen, in der Schweiz gehören die beliebtesten Modelle dazu.

Auswirkungen auf Steuern

Die zu tiefen CO2-Angaben könnten Auswirkungen auf bereits erhobene oder noch festzusetzende Steuern und Abgaben haben. In der Schweiz werden die Motorfahrzeugsteuern von den Kantonen festgesetzt. Dabei profitieren sparsame und umweltfreundliche Autos von einem hohen Steuerrabatt.

Der Kanton Zürich belohnt den Besitzer eines VW Golf mit 2,0-Liter-Motor und einem Normverbrauch von 4,5 Liter Diesel auf 100 km mit einem Rabatt von 80 Prozent auf den jährlichen Motorfahrzeugsteuern von 308 Franken, weil er sich mit 119 Gramm CO2 je km für die Energieetikette A (Bestnote) qualifiziert. Schon eine minimale Erhöhung des CO2-Ausstosses um 3 Gramm bedeutet die Umklassierung auf Energieetikette B, die nur noch zu einem Rabatt von 50 Prozent oder 154 Franken berechtigt.

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