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Warum das Rauchverbot den Schweizer Brauereien schadet

Bier wird weniger in der Beiz und mehr auf der Strasse konsumiert. Das kommt den Importmarken zugute.

Ein Anblick, der seltener wird: Bier in Gläsern aus der Beiz.
Ein Anblick, der seltener wird: Bier in Gläsern aus der Beiz.

Importiertes Bier hat innerhalb eines Jahres seinen Marktanteil von 20,5 auf 21,5 Prozent gesteigert. Ausländisches Dosenbier wird in der Schweiz beliebter – auch, weil der Gerstensaft aufgrund des Rauchverbots nicht mehr so häufig in Beizen konsumiert wird.

Der Biermarkt wuchs im Braujahr 2009/2010 (per Ende September) um 1,7 Prozent auf 4,56 Millionen Hektoliter, wie der Schweizer Brauereiverband am Montag bekannt gab. Die Bierimporte legten dabei um 7,1 Prozent zu, während der Ausstoss der in der Schweiz beheimateten Brauereien nur 0,3 Prozent über dem Vorjahr liegt.

Viel Importbier im Detailhandel

Besonders der Detailhandel verkaufe viel Importbier, das die Konsumenten gerne auch in Dosen hätten, stellt der Branchenverband fest. Nicht nur die Folgen der Rezession liessen Bierkonsumenten eher zum günstigeren Dosenbier greifen, berichtet Verbandspräsident Markus Zemp: Wegen des Rauchverbots werde Bier nicht mehr so häufig in Restaurants getrunken.

Mit 48 Prozent kommt etwa die Hälfte des importierten Bieres aus Deutschland. 17,3 Prozent der Importe kommen aus Frankreich, während an dritter Stelle mit 12,3 Prozent Portugal als Herkunftsland folgt.

Bundeskasse profitiert

Der Trend, kleine Brauereien zu gründen, ist aber ungebrochen: Derzeit gibt es laut dem Verband über 300 biersteuerpflichtige Braustätten. 2000 waren es gerade einmal 96 gewesen.

Die Bundeskasse profitierte dank der Biersteuer mit 112,5 Millionen Franken vom landesweiten Durst nach Gerstensaft. Die Mehrwertsteuererträge aus Detailhandel und Gastgewerbe werden auf über 200 Millionen Franken geschätzt. Dazu müsse man auch noch die Unternehmenssteuern der Hersteller rechnen, betont der Verband.

SDA/oku

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