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Warum diese Wahl überrascht

Der Lebensmittelmulti Nestlé bricht mit einer Tradition: Der neue Firmenchef ist kein Interner, sondern kommt von aussen. Was die Wahl von Ulf Mark Schneider bedeutet.

Sein Vorgänger, Paul Bulcke, führte den Konzern seit 2008. Er begann seine Karriere bei Nestlé 1979, als Leiter des Marketing Trainees.
Sein Vorgänger, Paul Bulcke, führte den Konzern seit 2008. Er begann seine Karriere bei Nestlé 1979, als Leiter des Marketing Trainees.
Keystone
Bulcke übernahm den Posten von Peter Brabeck, der elf Jahre lang an der Konzernspitze gewesen war. Auch Brabeck hatte sich in der Firma hochgearbeitet, nachdem er 1968 bei Nestlé Österreich als Spezialist für neue Produkte eingestiegen war.
Bulcke übernahm den Posten von Peter Brabeck, der elf Jahre lang an der Konzernspitze gewesen war. Auch Brabeck hatte sich in der Firma hochgearbeitet, nachdem er 1968 bei Nestlé Österreich als Spezialist für neue Produkte eingestiegen war.
Keystone
Brabeck wiederum war der Nachfolger des Deutschen Helmut Maucher (links). Er war 1990 einer der ersten Ausländer, der eine derart hohe Stellung in einem Schweizer Unternehmen einnahm.
Brabeck wiederum war der Nachfolger des Deutschen Helmut Maucher (links). Er war 1990 einer der ersten Ausländer, der eine derart hohe Stellung in einem Schweizer Unternehmen einnahm.
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Der Wechsel an der Spitze von Nestlé hält gleich mehrere Überraschungen parat. Erstens hatte niemand erwartet, dass der Lebensmittelmulti die Nachfolge von Konzernchef Paul Bulcke vor Oktober bekannt gibt. Zweitens hatten die meisten Experten mit einem internen Nachfolger gerechnet – so wie es bei Nestlé seit fast 100 Jahren Tradition war. Trotzdem hat der Konzern nun einen externen Kandidaten ausgewählt: Ulf Mark Schneider, der bisherige Chef des deutschen Medizintechnik- und Gesundheitskonzerns Fresenius. Ein deutsch-amerikanischer Doppelbürger, der – drittens – keine Erfahrungen im Lebensmittelbereich mitbringt.

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