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Was Synthes für J&J bedeutet

Der US-Konzern Johnson & Johnson leidet seit längerem an einer geringen Innovationskraft und mangelhaften Produkten. Der Kauf von Synthes passt in die Strategie, durch Zukäufe den Problemen zu entrinnen.

Der Kauf von Synthes durch den US-Giganten Johnson & Johnson ist vor allem für Letzteren ein grosser Erfolg. Das liegt einmal am Verkaufspreis von netto 19,3 Milliarden Dollar (21,3 Milliarden abzüglich 2 Milliarden in den Kassen von Synthes). Der Betrag mutet zwar hoch an, ist aber laut Analystenmeinungen für das Orthopädieunternehmen mit Schweizer Wurzeln eher tief angesetzt.

Noch wichtiger dürfte aber ein möglicher Imagegewinn für Johnson & Johnson sein, denn Geld ist nicht das grösste Problem des US-Giganten, der per Ende 2010 immerhin einen Kassenbestand von 20 Milliarden Dollar vermeldet hat. Johnson & Johnson leidet wie alle Pharmakonzerne an einem Mangel an neuen Medikamenten in der Pipeline, am Preisdruck der Gesundheitsbehörden und an strengeren Auflagen an neue Produkte. So ist es wenig überraschend, dass der Bereich der verschreibungspflichtigen Medikamente seine dominierende Rolle am Konzernumsatz bereits eingebüsst hat, heute hat diese Rolle die Medizinaltechnik, die nun mit Synthes weiter verstärkt wird. Ein umsatzmässig kleineres Standbein bilden Konsumprodukte mit berühmten Produkten wie dem Babyshampoo des Konzerns.

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