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Wegen Homeoffice: Swisscom-Leitungen sind überlastet

Die Swisscom kämpft mit Kapazitätsproblemen. In weiten Teilen der Deutschschweiz gibt es seit 9 Uhr morgens Unterbrüche.

Grossflächige Störung: Das Swisscom-Netz in der Deutschschweiz ist bei einigen Kunden unterbrochen. Bild: allestörungen.ch
Grossflächige Störung: Das Swisscom-Netz in der Deutschschweiz ist bei einigen Kunden unterbrochen. Bild: allestörungen.ch

Am Montag sind bei einem Teil der Swisscom-Kunden die Gespräche via Festnetz- oder Mobiltelefone unterbrochen worden. Das vermehrte Arbeiten von zu Hause hat ab 9 Uhr zu einer Überlast der Systeme geführt. Die Swisscom arbeitet an einer Kapazitätserweiterung.

Die Swisscom verzeichnete am Vormittag dreimal mehr Anrufe über das Mobilfunknetz als sonst, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilte. Auch das Volumen im Festnetz sei massiv gestiegen, schreibt die Swisscom. Einige Privat- und Geschäftskunden konnten daher auf dem Fest- oder dem Mobilnetz nicht mehr störungsfrei telefonieren.

Das Telekommunikationsverhalten der Kundinnen und Kunden sei aktuell nicht vorhersehbar. Die Mitarbeitenden würden die Netze derzeit viel enger als sonst überwachen und laufend Massnahmen treffen, schreibt das Unternehmen. Eine punktuelle Überlastung könne aber grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Homeoffice benötigt wenig Ressourcen

Ins Stocken geraten kann auch der Internet-Datenverkehr – etwa, wenn Unternehmen ihre Systeme nicht auf ein verstärktes Zugreifen via Internet ausgerüstet haben. Dann kann es zu Engpässen beim Eingang in die Infrastruktur des Unternehmens kommen.

Die Swisscom stelle den Kunden auf Wunsch mehr Bandbreite zur Verfügung, falls die physikalischen Leitungen dafür ausreichend sind. Priorität hätten aber klar die Kunden, die einen zentralen Dienst in der Landesversorgung wahrnehmen, also systemrelevant seien, hiess es bei der Swisscom.

Die Swisscom geht aktuell davon aus, dass trotz der Zunahme der Homeoffice-Tätigkeiten noch genügend Kapazität in der Daten-Netz-Infrastruktur vorhanden ist. Die Arbeit im Homeoffice benötige nicht so viele Ressourcen wie etwa das Streaming von TV oder Netflix, sondern nur einen «kleinen Anteil des Gesamtverkehrs». In der letzten Woche habe sich der Datenverkehr im tiefen einstelligen Prozentbereich der gesamten Netzlast bewegt.

SDA/anf

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