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Wegen Trumps Strafzöllen – GoPro wendet sich von China ab

Der US-Kamerahersteller will seine Produktion aus China verlagern.

Reagiert auf den Handelsstreit zwischen den USA und China: GoPro-Chef und Gründer Nick Woodman (hier beim Börsengang im Jahr 2014).
Reagiert auf den Handelsstreit zwischen den USA und China: GoPro-Chef und Gründer Nick Woodman (hier beim Börsengang im Jahr 2014).
Mike Segar, Reuters

Aus Sorge vor den negativen Auswirkungen von Strafzöllen will der US-Kamerahersteller GoPro seine für den Heimatmarkt bestimmten Produkte nicht mehr in China herstellen. Das gegenwärtige «geopolitische Geschäftsumfeld verlangt Beweglichkeit», erklärte GoPro am Montag zur Begründung.

Das Unternehmen widme sich damit «proaktiv» den Sorgen über Zölle und verlagere die Produktion von Kameras für den Export in die USA zu grossen Teilen aus der Volksrepublik, teilte das Unternehmen mit. Wohin genau liess GoPro zunächst aber offen. Der Standortwechsel soll demnach Mitte des nächsten Jahres erfolgen.

Die USA und China hatten sich in den vergangenen Monaten wechselseitigen mit Strafzöllen und der Drohung weiterer Aufschläge überzogen. Zuletzt war in dem Handelskonflikt zwar ein 90-tägiger Waffenstillstand vereinbart worden, allerdings gibt es nach wie vor die Befürchtung einer erneuten Eskalation.

GoPro befürchtet, dass die Zölle das Unternehmen im hart umkämpften Kameramarkt zu höheren Preisen zwingen könnten. Der Hersteller baut vor allem kleine robuste Kameras, die zum Beispiel an Helme montiert werden können. So können etwa Sportler waghalsige Aktionen filmen, ohne eine Kamera in den Händen halten zu müssen.

Lange war GoPro ein Synonym für solche Kameras. Doch die Konkurrenz hat mittlerweile aufgeholt; Anfang des Jahre hatte GoPro nach schlechten Geschäftszahlen zum wiederholten Male Stellenstreichungen ankündigen müssen.

AFP

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