Weihnachtsgeschäft vermiest Apple die Zahlen

Da unter anderem in China deutlich weniger neue iPhones verkauft wurden, musste das Unternehmen die Umsatzprognose senken.

Insbesondere in China lief das Geschäft schlechter als erwartet: der Apple-Store in der Hauptstadt Peking. (12. Dezember 2918)

Insbesondere in China lief das Geschäft schlechter als erwartet: der Apple-Store in der Hauptstadt Peking. (12. Dezember 2918) Bild: Wu Hong/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das vergangene Weihnachtsgeschäft ist für Apple deutlich schlechter gelaufen als erwartet. Der iPhone-Konzern senkte die Umsatzprognose für die vergangenen drei Monate auf 84 Milliarden Dollar, während zuvor 89 bis 93 Milliarden erwartet worden waren.

Die Korrektur gehe vor allem auf die schlechteren iPhone-Verkäufe in China zurück, betonte Konzernchef Tim Cook in einer Mitteilung am Mittwoch. Es habe nicht so viele iPhone-Upgrades gegeben wie prognostiziert. Apple habe die wirtschaftliche Abschwächung in dem Markt unterschätzt.

iPhone wichtigstes Apple-Produkt

Aber auch in einigen entwickelten Märkten seien nicht so viele Nutzer auf neue iPhones umgestiegen wie gedacht, räumte Apple ein, ohne die Länder zu nennen. Das Weihnachtsquartal ist traditionell das wichtigste für Apple. Der Konzern stellte in diesen drei Monaten mehrfach Rekorde bei Umsatz und Gewinn auf. Im Jahr 2017 gab es einen Quartalsumsatz von 88,3 Milliarden Dollar und 20 Milliarden Dollar Gewinn. In China machte Apple damals rund ein Fünftel seines Geschäfts.

Das iPhone ist das wichtigste Apple-Produkt und brachte zuletzt rund 60 Prozent der gesamten Erlöse ein. Im vergangenen Weihnachtsgeschäft mehrten sich bereits Alarmsignale. Medien und Analysten berichteten von Produktionskürzungen beim iPhone.

Apple nennt keine Stückzahlen mehr

Zugleich hatte Apple noch einmal teurere neue Modelle seines Smartphones herausgebracht. Der Konzern hatte bereits angekündigt, vom Weihnachtsquartal an keine Stückzahlen verkaufter Geräte mehr zu veröffentlichen - was von einigen Marktbeobachtern als Zeichen für eine Abschwächung beim iPhone-Absatz gewertet wurde. Allerdings war es Apple in der Vergangenheit immer wieder gelungen, Skeptiker zu widerlegen.

Apple-Chef Cook verwies jetzt auch darauf, dass Mobilfunk-Anbieter die Subventionen für neue Smartphones heruntergefahren hätten - und sich Verbraucher daran anpassten und seltener die Geräte auswechselten als zuvor. Zudem hätten einige Kunden die Lebenszeit ihrer iPhones mit den günstigeren Angeboten zum Batterieaustausch verlängert. Apple hatte den Preis für den Akku-Wechsel zeitweise stark gesenkt, nachdem bekanntwurde, dass der Konzern die Leistung älterer Geräte mit erschöpften Batterien zum Teil drosselte.

Die Apple-Aktie verlor im nachbörslichen Handel nach der Prognosensenkung zeitweise rund sieben Prozent. Auch die Papiere von Apple-Zulieferern gaben nach. Ausführliche Zahlen zu dem Weihnachtsquartal will Apple am 29. Januar veröffentlichen. (roy/sda)

Erstellt: 03.01.2019, 01:47 Uhr

Artikel zum Thema

Weko gibt Twint gleiche Rechte wie Apple

Die Wettbewerbskommission hat in einem Fall, indem es um Handy-Bezahlapps geht, einen Entscheid gefällt. Mehr...

Zu klein! Eine iPhone-Käuferin ist mit der Displaygrösse unzufrieden

Digital kompakt Hat Apple bei den Bildschirm-Grössenangaben geschummelt? Eine Frau hat den Konzern deswegen verklagt. Mehr...

Wo Samsung der Apple Watch voraus ist – und wo nicht

Die neue Galaxy Watch kann fast alles und kommt ohne Google-Software aus. Wir haben sie im Alltag getestet. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital Light - 18 CHF im Monat

Unbeschränkter Zugang auf alle Inhalte und Services (ohne ePaper). Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Werbung

Weiterbildung

Ausbildung & Weiterbildung Finden Sie die passende Weiterbildung Technischer Kaufmann, Deutsch lernen, Coaching Ausbildung, Präsentationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung

Die Welt in Bildern

Hier tanzt man zwangsläufig auf mehreren Hochzeiten: Unzählige Brautpaare versammeln sich vor dem Stadthaus von Jiaxing, China. Sie geben sich das Ja-Wort bei einer Massenheirat. (22. September 2019)
Mehr...