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Weitere Banken zahlen Bussen an die USA

Bereits 29 Schweizer Banken haben sich mit den US-Behörden geeinigt. Sie hatten Konten mutmasslicher Steuersünder geführt.

Die Jurassische Kantonalbank muss den amerikanischen Behörden fast eine Million Dollar Busse zahlen: Logo an einer Filiale in Porrentruy. (1.6.2009)
Die Jurassische Kantonalbank muss den amerikanischen Behörden fast eine Million Dollar Busse zahlen: Logo an einer Filiale in Porrentruy. (1.6.2009)
Goergios Kefalas, Keystone

Drei weitere Schweizer Banken haben sich im Steuerstreit mit den US-Behörden geeinigt. Es handelt sich um die Jurassische Kantonalbank, die Privatbank Reichmuth & Co sowie die Banca Intermobiliare di Investimenti e Gestione aus dem Tessin, wie das US-Justizministerium (DoJ) am Donnerstagabend mitteilte.

Grundlage der Einigung sei das Bankenprogramm, das die Schweiz und das Justizministerium im August 2013 unterzeichnet hatten. Die grösste Busse zahlt die Bank Reichmuth mit 2,6 Millionen Dollar. Die Bank verwaltete laut den Behörden insgesamt 281 Millionen Dollar auf über 103 Konten mit US-Bezug, darunter deklarierte und undeklarierte Konten.

Die Jurassische Kantonalbank zahlt eine Busse von 970'000 Dollar. Gemäss US-Ministerium führte die Bank in der untersuchten Zeitperiode 118 Konten für 18 amerikanische Klienten. Das dabei verwaltete Vermögen lag bei rund 10 Millionen Dollar. Die Einigung habe keinen Einfluss auf die aktuellen Geschäftszahlen, weil die Bank bereits 2013 Rückstellungen vorgenommen habe, teilte das Finanzinstitut mit.

Bereits 29 Schweizer Banken zahlten Bussen

Die Banca Intermobiliare di Investimenti e Gestioni mit Sitz in Lugano zahlt gar keine Busse.

Damit haben inzwischen 29 Schweizer Banken der sogenannten Kategorie 2 eine Einigung mit dem US-Justizministerium erzielt. Sie zahlten Bussen in der Höhe von bis zu zehn Prozent der verwalteten problematischen Vermögen. Die Kategorie 2 ist für Banken bestimmt, die mutmassliche US-Steuersünder in ihrem Kundenkreis hatten.

Das US-Justizministerium hatte seit Jahren gegen Schweizer Banken ermittelt und zur Beilegung des Steuerstreits 2013 ein Selbstanzeigeprogramm angeboten.

SDA/ij

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