Zum Hauptinhalt springen

Wells Fargo scheffelt 19 Milliarden Dollar

Die auf Privatkunden fokussierte US-Grossbank Wells Fargo hat das beste Jahr ihrer 161-jährigen Geschichte hinter sich. Sie verdiente unterm Strich 18,9 Milliarden Dollar – 19 Prozent mehr als im Vorjahr.

Ein Drittel aller Immobiliendarlehen in den USA stammt inzwischen von Wells Fargo: Eine Filale der US-Grossbank.
Ein Drittel aller Immobiliendarlehen in den USA stammt inzwischen von Wells Fargo: Eine Filale der US-Grossbank.
Keystone

Die US-Grossbank Wells Fargo hat ein äusserst erfolgreiches Jahr hinter sich - genauer gesagt das beste Jahr seit ihrem 161-jährigen Bestehen. Sie verdiente unterm Strich 18,9 Milliarden Dollar und damit 19 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2011.

Allein das Schlussquartal steuerte 5,1 Milliarden Dollar bei, das waren 24 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte die Grossbank heute mit. «2012 war ein überragendes Jahr für Wells Fargo», jubilierte Bankchef John Stumpf.

Nicht nur der Firmensitz ist für eine US-Grossbank ungewöhnlich, sondern auch die Ausrichtung: Wells Fargo betreibt vor allem klassisches Spar- und Kreditgeschäft. Was fehlt, ist ein starkes Investmentbanking wie bei der Konkurrenz von der Wall Street. Wells Fargo ist deshalb für Turbulenzen auf dem Kapitalmarkt weniger anfällig.

Der grösste Kreditgeber für Wohnimmobilien

Die Kalifornier hatten in der Finanzkrise den Rivalen Wachovia übernommen und waren damit zum grössten Kreditgeber für Wohnimmobilien in den USA aufgestiegen. Ein Drittel aller Immobiliendarlehen stammt inzwischen von Wells Fargo. Das Institut profitiert davon, dass sich die US-Wirtschaft erholt und damit auch der Häusermarkt. Die Menschen zahlen ihre Kreditraten wieder zuverlässiger.

Die Erträge - die gesamten Einnahmen der Bank - stiegen aufs Jahr gesehen um 6 Prozent auf 86,1 Milliarden Dollar. An der Börse ist Wells Fargo mittlerweile die wertvollste US-Bank noch vor JPMorgan Chase. Zu den grössten Aktionären zählt US-Starinvestor Warren Buffett. Angesichts der hochgesteckten Erwartungen der Anleger fiel der Kurs jedoch am Freitag vorbörslich um 1 Prozent.

SDA/wid

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch