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Weshalb Swatch sich selber anzeigt

Die Wettbewerbskommission hat gegen Swatch eine Untersuchung eingeleitet. Hintergrund ist ein schier unlösbarer Streit, der die ganze Uhrenindustrie betrifft.

Wie die Wettbewerbskommission (Weko) und der Schweizer Uhrenkonzern Swatch-Group heute vermelden, hat die Weko gegen Swatch eine Untersuchung eröffnet. Das tönt nach einem drastischen Schritt. Aber zu diesem Schritt hat sich die Kommission auf Ersuchen von Swatch selbst entschieden.

Im Hintergrund steht eine verzwickte Sachlage, die die ganze Schweizer Uhrenindustrie betrifft: Uhrwerke des Swatch-Konzerns sind nicht nur in den vielen Produkten des Hayek-Konzerns selbst enthalten, sondern auch in fast allen Uhren, die unter dem Label «Swiss Made» verkauft werden, auch wenn sie nicht zum Swatch-Konzern gehören. Eine Ausnahme sind nur grosse Hersteller wie etwa Rolex. Der Swatch-Konzern liefert für alle anderen die rohen Uhrwerke. Diese Produktionsstruktur ist ein Relikt aus alten Zeiten, als auch in der Uhrenbranche Kartelle noch die Regel waren. Die gemeinsame Herstellung von Grundprodukten war eine Folge davon.

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