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Wie der Lufthansa-Streik Zürich trifft

200'000 Passagiere sollen betroffen sein vom Streik der Lufthansa-Piloten. Was Swiss Kunden rät.

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Bleibt heute am Boden: Lufthansa-Maschine in Hannover. (19. Oktober 2014)
Bleibt heute am Boden: Lufthansa-Maschine in Hannover. (19. Oktober 2014)

Zusätzlich zu den bereits angekündigten Streiks bei der Lufthansa ruft die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit für Dienstag zu einem weiteren Streik auf den Langstreckenflotten auf. Dieser werde am Dienstag von 6 Uhr bis 23.59 Uhr dauern, teilte die Gewerkschaft in der Nacht auf heute mit. Am Montag und Dienstag sind die Piloten bereits zum Ausstand auf Kurz- und Mittelstreckenflügen der grössten deutschen Fluggesellschaft aufgerufen.

Wegen des angekündigten Streiks der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit streicht der Lufthansa-Konzern am Montag und Dienstag rund 1450 Flüge. Insgesamt seien rund 2150 Verbindungen von dem geplanten Ausstand betroffen, von denen aber ein Drittel und damit rund 700 Flüge gewährleistet werden könnten, teilte die Lufthansa am Sonntagabend mit. Demnach rechnet das Unternehmen damit, dass von dem Streik etwa 200'000 Kunden betroffen sein werden.

(Video: Reuters)

Der Flughafen Zürich wird nur wenig vom Streik tangiert. «Sechs Flüge – drei nach und von Düsseldorf und Frankfurt – sind annulliert worden», wie Sprecher Michael Stief gegenüber Redaktion Tamedia sagt. Betroffene Passagiere sollten mit der Luftlinie direkt Kontakt aufnehmen, rät er. Bei den betroffenen Flügen handelt es sich um Swiss Partnerflüge, die von Lufthansa durchgeführt werden. Swiss informiert ihre Kunden auf der Webseite über Umbuchungs- und Rückerstattungsmöglichkeiten.

Streit um Übergangsversorgung

Die Gewerkschaft hat ihre Mitglieder ab Montag 13 Uhr zu einem weiteren Streik bei der Lufthansa aufgerufen, der 35 Stunden dauern soll. Betroffen sind deutschlandweit die Kurz- und Mittelstreckenflüge der grössten deutschen Fluggesellschaft. Zuletzt hatten die Piloten am Donnerstag die Billigtochter der Lufthansa, Germanwings, für zwölf Stunden bestreikt.

Hintergrund ist ein Streit über die sogenannte Übergangsversorgung, die es bislang noch etwa jedem zweiten Piloten des Konzerns erlaubt, ab dem Alter von 55 Jahren in den bezahlten Frühruhestand zu gehen. Die Lufthansa will die Altersgrenze anheben, Cockpit lehnt dies ab.

Der Konzern entschuldigte sich in seiner Erklärung vom Sonntagabend bei seinen Kunden für die Belastungen wegen des Streiks und versprach, alles zu tun, um die Auswirkungen gering zu halten. Die Lufthansa reagiert mit einem Sonderflugplan auf den Ausstand. sind

(sda/AFP)

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