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Wie eine Berggemeinde von Merz' Lachanfall profitiert

Der Lachanfall von Bundesrat Merz und die anschliessende Werbekampagne hat die Nachfrage nach Bündnerfleisch ansteigen lassen. Auch eine Berggemeinde darf sich freuen.

Ein Lacher mit Folgen: Bundesrat Merz.

Bündnerfleisch ist nach dem Lachanfall von Bundesrat Hans-Rudolf Merz im Parlament in aller Munde. Ein Ausnahmezustand, glaubt der Präsident des Verbands der Bündner Fleischfabrikanten.

Geschadet habe die unverhoffte Werbeaktion von Bundesrat Merz den Bündnerfleisch-Produzenten bestimmt nicht, sagte Verbandspräsident Andrea Mani am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Eine nachhaltige Wirkung und langfristige Steigerung der Nachfrage habe der derzeitige Hype aber wahrscheinlich nicht.

«Genug mit Bündnerfleisch eingedeckt»

«Es ist natürlich schön, wenn Denner für uns Werbung macht», sagte Mani etwa zum Werbespot des Schweizer Discounters, der in den vergangenen Tagen im Fernsehen zu sehen war. Doch Bündnerfleisch sei ein «hochpreisliches Produkt», und die meisten Leute seien nicht bereit, so viel für Trockenfleisch auszugeben.

Ins Gewicht falle, wenn Grossverteiler eine landesweite Aktion durchführten, wie dies beispielsweise letzte Woche bei Migros der Fall gewesen sei. Doch führe dies früher oder später zu einem Rückgang der Nachfrage. «Die Leute haben sich nun für die nächsten zwei, drei Wochen mit Bündnerfleisch eingedeckt.»

Spende für Berggemeinde

Nicht nur die Produzenten von Bündnerfleisch durften sich kurzzeitig über den Bündnerfleisch-Lacher des abtretenden Bundesrats freuen. Auch die Berggemeinden sollen in den Genuss einer unerwarteten Unterstützung kommen.

Denner hat von Merz die Erlaubnis erhalten, die Aufzeichnung des Lachanfalls für seinen TV-Spot zu verwenden. Im Gegenzug will Denner einen Betrag von rund 5000 Franken für einen wohltätigen Zweck spenden, den Empfänger soll Merz bestimmen dürfen, wie «20 Minuten» und die «Südostschweiz» berichteten. Laut den Zeitungen fiel die Wahl des Finanzminister auf die Patenschaft für Berggemeinden.

Für ein Infrastrukturprojekt

Die Patenschaft für Berggemeinden hat bislang erst aus den Medien von ihrem Glück erfahren. Denner-Sprecherin Nicole Schöwel versicherte, dass ihr Unternehmen das Geld in den nächsten Tagen überweisen werde. Sollte das Geld tatsächlich bei dem Verein eintreffen, werde es für ein Infrastrukturprojekt in einer Berggemeinde eingesetzt, sagte Geschäftsführerin Barbla Graf auf Anfrage. Diese müsse nicht unbedingt im Bündnerland liegen. «Vielleicht will Herr Merz ja auch eine Gemeinde im St. Gallischen oder Appenzellischen unterstützen.»

SDA/jak

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