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Willkommene Milliarden für die UBS

Der Rückkauf der 2008 an die SNB veräusserten Schrottpapiere stärkt der grössten Schweizer Bank das Eigenkapital. Den Zuwachs bremst allerdings eine Auflage der Finma.

Die UBS verschafft sich mit den Stabfund-Milliarden etwas Luft beim weiteren Aufbau des Eigenkapitals: Hauptsitz der Bank in Zürich.
Die UBS verschafft sich mit den Stabfund-Milliarden etwas Luft beim weiteren Aufbau des Eigenkapitals: Hauptsitz der Bank in Zürich.
Keystone

Für die UBS ist mit dem Rückkauf der verbleibenden Stabilisierungsfonds-Papiere die Intervention von Bund und Nationalbank von 2008 endgültig Geschichte: Wie die Bank schon vor einer Woche mitgeteilt hatte, stärkt der Rückkauf ihre Eigenkapitalbasis von etwa 2,5 Milliarden Franken.

Dies entspricht den 2,762 Milliarden Dollar Gewinn für die UBS, welche die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Freitag in ihrem Abschlussbericht zum Stabilisierungsfonds erwähnte. Das Geld sollte die UBS-Kernkapitalquote um 1 Prozentpunkt erhöhen. Ende September hatte sie gemäss den Vorgaben des Kapitalregelwerks Basel-II bei 11,9 Prozent gelegen.

Die Auflage der Finma

Den Zuwachs bremst allerdings eine Auflage der Finanzmarktaufsicht (Finma), die ebenfalls letzte Woche bekannt wurde: Indem die UBS auf Geheiss der Finma Risiken im Volumen von etwa 28 Milliarden Franken strenger bewerten muss, sinkt die Kapitalbasis wiederum um 1,3 Prozentpunkte.

Durch die Finma-Verfügung, welche die Aufsicht nach eigenem Ermessen später wieder aufheben kann, sinkt die UBS-Kapitalquote damit insgesamt um 0,3 Prozentpunkte.

Kein Kommentar der UBS

Die zeitlichen Nähe zwischen Stabilitätsfondsgewinn und der Finma-Verfügung kommentierte die UBS nicht. Möglich ist, dass die Aufsicht die Kapitalvorschriften für die UBS verschärfte, weil die Bank in nächster Zeit eine Reihe von möglicherweise teuren Rechtsfällen bewältigen muss.

SDA

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