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«Wir haben nichts zu verstecken»

In einem Interview verspricht Ikea-Gründer Ingvar Kamprad mehr Transparenz. Kamprad betont aber auch, wie gering sein Einfluss innerhalb des Konzerns mittlerweile sei.

Lebt aus steuertechnischen Gründen im Waadtland: Ikea-Gründer Ingvar Kamprad vor dem Hauptsitz der Firma im schwedische Almhult.
Lebt aus steuertechnischen Gründen im Waadtland: Ikea-Gründer Ingvar Kamprad vor dem Hauptsitz der Firma im schwedische Almhult.
Keystone

Der Ikea-Gründer Ingvar Kamprad hat mehr Transparenz bei seinem Möbelkonzern versprochen. «Wir werden zeigen, dass wir die Gesetze und Regeln aller Länder respektieren», sagte er in einem Interview mit der schwedischen Zeitung «Expressen».

«Wir haben nichts zu verstecken.» Er reagierte damit auf einen Bericht des schwedischen Fernsehens vom Januar, der ihm Steuerhinterziehung vorgeworfen hatte. «Wir werden transparenter werden», kündigte er nun an.

Steuerhinterziehung vorgeworfen

In dem Fernsehbericht hatte es geheissen, Kamprad kontrolliere das milliardenschwere schwedische Möbelunternehmen noch immer über die bis dahin unbekannte Stiftung Intergo in Liechtenstein und hinterziehe damit auch Steuern.

Der 84-jährige Firmengründer hatte die Existenz der Stiftung bestätigt, aber betont, diese werde von Aussenstehenden geleitet. Weder er noch seine Familie übten noch irgendeine Kontrolle über Ikea aus.

Steuerfreie Umsatzbeteiligung für Stiftung

In der Fernsehdokumentation hiess es dagegen, Kamprad habe sich «Kontrolle und Macht über Ikea gesichert». Der Stiftungsableger Inter Ikea Systems B.V. erhalte bei jedem Verkauf steuerfrei drei Prozent des Umsatzes. Die Milliardengewinne würden ins Ausland geschafft und zwischen den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, der Schweiz, den Jungferninseln und Zypern verteilt, «um keine Steuern zahlen zu müssen».

Kamprad lebt seit 1976 im Waadtland, weil er nach eigenen Angaben die hohen Steuern in seinem Heimatland Schweden nicht zahlen wolle.

SDA/kpn

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