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«Wir können derzeit kein Öl mehr kaufen»

Der in Zug ansässige Raffineriebetreiber Petroplus hat Finanzierungsprobleme. Die Banken haben dem Konzern Kredite von über eine Milliarde Dollar eingefroren. Seine Raffinerien stehen vor dem Aus.

Schwierige Zeiten: Die Raffinerie Petroplus in Cressier.
Schwierige Zeiten: Die Raffinerie Petroplus in Cressier.
Keystone

Der Raffineriebetreiber Petroplus hat Finanzierungsprobleme. Die Kreditgeber haben dem Konzern noch nicht bezogene Kredite über 1 Milliarden Dollar eingefroren.

«Wir haben ein ernsthaftes Problem», sagte Petroplus-Finanzchef Joseph Watson am Dienstag gegenüber der Finanznachrichtenagentur AWP. Ohne die Kredite könnten die einzelnen Betriebseinheiten ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen. «Wir können derzeit kein Öl mehr kaufen», erklärte Watson.

Anleger reagieren mit Panik

An der Börse verfielen die Anleger in Panik. Der Kurs der Petroplus-Aktie fiel am Dienstag zeitweise um bis zu 40 Prozent. Bei Börsenschluss notierte die Aktie leicht besser bei Minus 36,6 Prozent. Der Gesamtmarkt, gemessen am Swiss Performance Index (SPI), bewegte sich auf dem Niveau vom Freitag.

In einem Communiqué kündigte Petroplus an, die Verhandlungen mit den Banken fortzuführen. Zudem würden andere Optionen geprüft, um den Betrieb in Europa aufrechterhalten zu können. Laut Watson bleiben dem Konzern noch einige Tage, bis die Produktion in seinen fünf Raffinerien in Europa eingestellt werden muss.

Petroplus schreibt seit längerer Zeit rote Zahlen. Zuletzt musste der Raffineriebetreiber im dritten Quartal einen Verlust von 143,6 Millionen Dollar vermelden.

SDA/kpn, jak

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