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Wolkige Tarifspielchen

Es ist unverständlich, dass die Swiss die tieferen Treibstoffkosten nicht an ihre Kunden weitergibt.

Vor drei Jahren änderte der Name: Seither heisst der Treibstoffzuschlag bei der Swiss «internationaler Zuschlag». Man folge einem Branchentrend aus ­Amerika, erklärte die Fluggesellschaft damals. Am Zuschlag an sich ändere das nichts. Das erste Argument ist aus Sicht der Schweizer Passagiere irrelevant. Und das zweite erweist sich schlichtweg als unwahr.

Vorher konnte sich der Swiss-Kunde darauf ­verlassen, dass sich das Preisniveau des Kerosins auch auf den Gesamtpreis des Flugtickets auswirkt. Wurde das Flugbenzin teurer, stieg nach einer gewissen Zeit der Treibstoffzoll – und umgekehrt. So einfach. Die Passagiere muckten auf, wenn es zu lange ging bis zur Senkung, akzeptierten diesen Mechanismus aber grundsätzlich. Führt man sich vor Augen, dass die Ausgaben für den Treibstoff über 20 Prozent der ­Betriebskosten einer Fluggesellschaft ausmachen, ist ein solches Vorgehen nachvollziehbar.

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