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Yahoo-Chefin Marissa Mayer verliert Werbeeinnahmen

Eigentlich war Marissa Mayer vor zwei Jahren angetreten, um die Talfahrt von Yahoo zu stoppen. Doch ihre Bemühungen, das Werbegeschäft beim Internet-Urgestein anzukurbeln, scheinen ins Leere zu laufen.

mw
Yahoo leidet unter der harten Konkurrenz von Google und Facebook: Yahoo-Chefin Marissa Mayer.
Yahoo leidet unter der harten Konkurrenz von Google und Facebook: Yahoo-Chefin Marissa Mayer.
Denis Balibouse, Reuters

Yahoo-Chefin Marissa Mayer laufen die Werbekunden davon. Der US-Internetkonzern nahm im zweiten Quartal deutlich weniger Geld durch grafische Anzeigen ein. Das zog den gesamten Umsatz um 4 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar herunter. Der Gewinn fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf 270 Millionen Dollar.

«Wir sind nicht zufrieden mit den Ergebnissen im zweiten Quartal», räumte Mayer am Firmensitz im kalifornischen Sunnyvale ein.

Anleger wenig überzeugt

Die frühere Google-Managerin verfolgt seit ihrem Amtsantritt im Sommer 2012 den Plan, durch neue Inhalte und Funktionen mehr Nutzer anzulocken und dadurch auch mehr Werbeanzeigen in die Yahoo-Angebote zu bringen. Die Anleger sind von der bisherigen Entwicklung aber wenig überzeugt. Nachbörslich fiel das Papier um 3 Prozent.

Yahoo leidet unter der harten Konkurrenz von Rivalen wie Google und Facebook. Alle drei Unternehmen finanzieren sich grösstenteils über Werbung. Zum einen verkaufen sie grafische Werbeanzeigen – die sogenannten Banner – und zum anderen bezahlte Links bei Suchmaschinen. Bei der Suchmaschinen-Werbung konnte Yahoo auch erneut zulegen, was den Abwärtstrend etwas bremste.

Alibaba-Börsengang könnte helfen

Zuletzt war Mayers Verhältnis zu den Werbekunden in die Schlagzeilen geraten, als sie sich auf einer Branchenmesse in Cannes zu einem wichtigen Abendessen verspätet hatte. Kritiker hatten ihr dies als Geringschätzung der Werbetreibenden ausgelegt.

Zum Glück für Mayer ist Yahoo ein Grossaktionär des chinesischen Internethändlers Alibaba, der demnächst in New York an die Börse gehen will. Der Börsengang könnte grösser als der von Facebook werden. Schon in der Vergangenheit hatte die Alibaba-Beteiligung viele Probleme in Yahoos Kerngeschäft ausgeglichen.

Geringere Aktienverkäufe

Yahoo wird aber weniger Aktien im Zuge des Börsengangs verkaufen als ursprünglich angekündigt, und zwar 140 Millionen Dollar statt 208 Mio Dollar. Von vielen Anlegern wurde die Ankündigung positiv aufgenommen – bedeutet es doch, dass Yahoo von einer möglichen späteren Kurssteigerung profitieren würde. Yahoo-Finanzchef Ken Goldman versprach, die Nachsteuereinnahmen aus den verbleibenden Aktienverkäufen mindestens zur Hälfte an die eigenen Aktionäre auszuschütten.

(SDA)

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