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Zermatt setzt auf Airbnb-Detektive

Im Tourismusort werden private Vermieter, die die Kurtaxe nicht bezahlen, aufgespürt und zur Kasse gebeten.

Präventive Wirkung: Viele neue Vermieter melden sich nun direkt an, sagt Zermatts Tourismusdirektor Daniel Luggen.
Präventive Wirkung: Viele neue Vermieter melden sich nun direkt an, sagt Zermatts Tourismusdirektor Daniel Luggen.
Anthony Anex, Keystone
Auf der Vermittlungsplattform sind über 300 Angebote aus Zermatt verfügbar. Detektive des Tourismusbüros spüren Vermieter auf, die die Kurtaxe nicht bezahlen.
Auf der Vermittlungsplattform sind über 300 Angebote aus Zermatt verfügbar. Detektive des Tourismusbüros spüren Vermieter auf, die die Kurtaxe nicht bezahlen.
Screenshot Airbnb
Die Gemeinde prüft, ob das Wissen der Detektive in Zukunft auch für die Überprüfung der Steuerangaben genutzt werden kann.
Die Gemeinde prüft, ob das Wissen der Detektive in Zukunft auch für die Überprüfung der Steuerangaben genutzt werden kann.
Jean-Christophe Bott, Keystone
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Rund 250 Zermatter vermieten ihre Wohnung auf der Vermittlungsplattform Airbnb. Nicht alle nehmen es mit den Kurtaxen so genau. Dagegen geht der Tourismusort nun mit Detektiven vor, wie SRF berichtet.

Weil auf Airbnb vor allem Private als Vermieter agieren, ist eine Kontrolle schwierig: Angebote poppen auf und verschwinden wieder. Hoteliers und offizielle Vermieter, die die Gebühr sauber abrechnen, haben das Nachsehen.

Die ortskundigen Detektive durchforsten die Airbnb-Website im Auftrag von Zermatt Tourismus und prüfen, ob die privaten Vermieter registriert sind. Wer von den Detektiven erwischt wird, bekommt eine Mahnung. Bussen verteilt Zermatt nicht.

Gemeinde will auch Steuerangaben prüfen

Die Massnahme wirke bereits präventiv, sagt Kurdirektor Daniel Luggen. Viele neue Vermieter würden sich nun direkt melden.

Auch zu wissen, ob die privaten Vermieter ihre Nebeneinkünfte in der Steuererklärung deklarieren, wäre für die Gemeinde nützlich. Allerdings dürfen die Detektive aus Datenschutzgründen ihr Wissen bisher nicht an die Steuerbehörden weitergeben. Die Gemeinde prüft nun die Möglichkeit eines Informations-Austausches.

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