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Zürcher Polizei nimmt neun Huawei-Mitarbeiter fest

Ermittler haben offenbar den Hauptsitz der chinesischen Telecomfirma in der Schweiz durchsucht. Huawei soll ausländische Mitarbeiter ohne gültige Visa und ohne erforderliche Bewilligungen beschäftigt haben.

Vorwürfe bisher nicht bestätigt: Ein Mitarbeiter der Firma in Dübendorf.
Vorwürfe bisher nicht bestätigt: Ein Mitarbeiter der Firma in Dübendorf.
Keystone

Ermittler der Polizei haben gemeinsam mit Arbeitskontrolleuren der Stadt Zürich die Angestellten einer Firma in Dübendorf kontrolliert. Laut einem Bericht der «Handelszeitung» handelt es sich um die chinesische Telecomfirma Huawei. Neun Personen seien verhaftet worden, schreibt die Kantonspolizei in einer Mitteilung. Die Firma Huawei war für Redaktion Tamedia telefonisch nicht erreichbar.

Nach Angaben der Polizei wurden rund 230 Angestellte kontrolliert. Bei den Verhafteten handle es sich um Angehörige von Nicht-EU-Staaten. Zehn Personen seien zudem verzeigt worden, darunter je ein polnischer und ein britischer Staatsangehöriger. Allen Beschuldigten werden Verstösse gegen das Ausländerrecht vorgeworfen. Gemäss Polizei wird nun auch die Firma verzeigt.

Prekäre Arbeitsbedingungen

Anfang Jahr hatten Mitarbeiter beim Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich eine Anzeige eingereicht. Sie warfen der Firma vor, chinesische Arbeiter mit Touristenvisa zu beschäftigen, berichtete die «NZZ am Sonntag» damals. Die Vorwürfe richteten sich zudem gegen die Arbeitsbedingungen; diese seien «prekär».

Huawei wies die Vorwürfe damals zurück. Das Amt für Wirtschaft liess verlauten, die gemeldeten Verdachtsmomente hätten nicht durch Fakten belegt werden können, man habe aber von der Firma weitere Angaben angefordert.

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