Zwei Manager wegen Eier-Skandal verhaftet

Alle betroffenen Eierproduzenten waren Kunden einer Reinigungsfirma in den Niederlanden. Führungskräften wird nun die Gefährdung der öffentlichen Gesundheit vorgeworfen.

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Im Skandal um mit Fipronil belastete Eier sind in den Niederlanden zwei Manager festgenommen worden. Es handelt sich um Führungskräfte des Unternehmens, das verbotenerweise das Insektizid zum Reinigen von Hühnerställen benutzt haben soll.

Nach Angaben der niederländischen Staatsanwaltschaft wurden die beiden Manager am Donnerstag nach einer Durchsuchung ihrer Wohnungen in der Nähe von Utrecht festgenommen. Ihnen wird eine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit durch den Einsatz von Fipronil in Ställen von Legehennen vorgeworfen, ausserdem der Besitz verbotener Substanzen.

Bekämpfung der Blutlaus

Alle rund 180 niederländischen Eierproduzenten, bei denen mit Fipronil belastete Eier gefunden wurden, waren Kunden der Firma. Das für die Nutztierhaltung verbotene Fipronil wurde vor allem zur Bekämpfung der für Legehennen gefährlichen Blutlaus eingesetzt.

Ausserdem wurden Büros von zwei anderen Unternehmen durchsucht, die als Zulieferer in den Eier-Skandal verwickelt gewesen sein sollen. Dabei wurden auch Bankunterlagen und Computer beschlagnahmt. In den Niederlanden gab es den Behördenangaben zufolge Durchsuchungen an insgesamt acht Orten.

Razzia auch in Belgien

Auch in Belgien gab es eine Reihe von Durchsuchungen. Die Ermittlungen waren zwischen den Strafverfolgungsbehörden beider Länder abgestimmt, hiess es. Nach Angaben des niederländischen Bauernverbandes beträgt der durch den Eier-Skandal entstandene Schaden für die Geflügelhalter mindestens 150 Millionen Euro.

Derweil weitete sich der Skandal in Grossbritannien weiter aus. Es seien 700'000 betroffene Eier importiert worden – also etwa 33 Mal so viel wie bislang vermutet, teilte die Behörde für Lebensmittelsicherheit (Food Standards Agency, FSA) in London mit. In ersten Schätzungen waren die Experten noch von 21'000 Eiern ausgegangen.

Eine Gefahr für die Gesundheit hält die Behörde für «sehr unwahrscheinlich». Etwa 85 Prozent der im Vereinigten Königreich verzehrten Eier stammen aus dem eigenen Land. (kaf/sda)

Erstellt: 10.08.2017, 16:34 Uhr

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