Spielzeugfirma Smart Union ist pleite

Die Finanzkrise und Skandale um Sicherheitsmängel haben Chinas grössten Spielzeughersteller, Smart Union, in den Ruin getrieben.

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Das Hongkonger Unternehmen, das US-Konzerne wie Mattel und Disney belieferte, teilte am Freitag auf seiner Internetseite mit, dass es Insolvenz anmelden musste. Auf eigenen Antrag sei ein Konkursverwalter eingesetzt worden. Über das Schicksal seiner Angestellten machte Smart Union keine Angaben.

Nach Berichten der chinesischen Presse musste das Unternehmen bereits vor Tagen seine Fabriken in der südchinesischen Exportmetropole Dongguan schliessen. Bis zu 7000 Arbeiter hätten sich plötzlich auf der Strasse wiedergefunden, ausstehende Löhne seien nicht gezahlt worden.

Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua hatte bereits am Dienstag berichtet, dass rund 53 Prozent der mehr als 3600 chinesischen Spielzeug-Unternehmen im laufenden Jahr bankrott gegangen seien. Dabei war noch von kleineren Firmen die Rede.

Als Grund für die Pleitewelle wurden vor allem die Kosten für die Erfüllung schärferer Sicherheitsstandards in vielen westlichen Ländern genannt. Die höheren Sicherheitsstandards waren nach einer Reihe von Skandalen um gefährliches oder gesundheitsgefährdendes Spielzeug eingeführt worden. Allein der US-Konzern Mattel musste mehr als 20 Millionen Spielzeuge zurückrufen, bei denen etwa Gefahren für Kleinkinder durch das Verschlucken von Teilen drohten. China ist der weltgrösste Spielzeug-Exporteur. (mbr/sda)

Erstellt: 17.10.2008, 14:38 Uhr

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