UBS-Anleger auf der Achterbahn

Was für ein Börsentag: Nachdem in der Nacht Rettungspläne Washingtons für die Finanzbranche bekannt wurden, legt die zuvor geschundene UBS-Aktie 30 Prozent zu.

Goldener Freitag: Wenn der Börsenhandel auch wieder einmal Freude macht.

Goldener Freitag: Wenn der Börsenhandel auch wieder einmal Freude macht. Bild: Keystone

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Die Aktie der UBS legte in den ersten Handelsminuten um bis zu 36 Prozent zu, um 15 Uhr stand der Kurs bei knapp 21 Franken oder rund 30 Prozent höher.

Den absoluten Tiefpunkt hatte das UBS-Papier am Montag mit 15.20 Franken erreicht. Das war der Tag, an dem die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers besiegelt wurde und sich keine Lösung mehr für den Versicherungsriesen AIG abzeichnete.

Der heutige Kurssprung erfasst alle Titel des SMI, insbesondere aber Finanzaktien legen massiv zu. Die Vermögensverwaltungsbank Julius Bär startete mit einem Kurssprung von 23,2 Prozent. Credit Suisse verbesserten sich zu Beginn um 12,9 Prozent.

Markante Kursgewinne gab es auch für die Versicherungen. Swiss Re legten um 9,1 Prozent zu. Zürich-Versicherungen waren 6,5 Prozent teurer als am Vorabend, und Swiss Life notierten 6,0 Prozent höher. Der Swiss Market Index (SMI) eröffnete bei 7034,37 Punkten und damit um 6,21 Prozent im Plus.

Ramschkredite von Banken übernehmen

US-Finanzminister Henry Paulson teilte gestern in Washington mit, dass über einen «Gesamtplan» für die Finanzbranche beraten werde, um die Krise zu überwinden. Paulson und US-Notenbankchef Ben Bernanke berieten mit Vertretern des US-Kongresses und der Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, über das Vorgehen. «Wir sprachen über eine umfassende Herangehensweise, die per Gesetz das Problem der nicht-liquiden Vermögenswerte in den Bilanzen bewältigen soll», so Paulson.

In einer vom Staat organisierten Zweckgesellschaft könnten riskante Papiere und «faule Kredite» gebündelt werden, die den Unternehmen derzeit massive Probleme bereiten. Eine solche Lösung würde nach Ansicht ihrer Befürworter die Bilanzen der Banken von Lasten befreien und ihnen einen normalen Geschäftsbetrieb ermöglichen. Auch müssten nicht mehr wie bisher Rettungsaktionen für einzelne Geldhäuser gestartet werden. In der Folge wären Banken eher bereit, Geld zu verleihen. (cpm/sda)

Erstellt: 19.09.2008, 15:10 Uhr

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