US-Regierung verstaatlicht Fannie und Freddie

Mit der Übernehme der beiden Baufinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac wollen die USA einen Totalabsturz auf den Finanzmärkten verhindern.

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Damit sollen laut Finanzminister Henry Paulson grössere Schwankungen auf den Finanzmärkten vermieden werden. Die beiden Unternehmen seien «so gross und so mit dem Finanzsystem verwoben, dass das Scheitern eines der beiden grosse Unruhe auf unseren Finanzmarkt hier und in der ganzen Welt auslösen würde», sagte Paulson. Neuer Chef von Fannie Mae soll Herb Allison werden, der zuvor in leitender Position bei Merrill Lynch war. David Moffett, der von US Bancorp kommt, soll das Ruder bei Freddie Mac übernehmen.

Die Lage der beiden Institute spitzte sich am Freitag nach Presseberichten über dringend benötigte staatliche Finanzhilfen zu. Die Aktie von Fannie Mae brach um 24 Prozent ein, Freddie Mac verloren 19 Prozent. Die beiden schon immer staatsnahen Institute tragen zusammen etwa die Hälfte des gesamten Hypothekenvolumens in den USA - sei es über direkte Baukredite oder als Rückfinanzierung für andere Hypothekenbanken. Eine staatliche Rettungsaktion könnte die Steuerzahler nach Schätzungen der Haushaltsbehörde des Kongresses etwa 25 Milliarden Dollar kosten. (oku/ap)

Erstellt: 07.09.2008, 17:47 Uhr

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