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Unverhoffter Segen des Öls?

Die Welt schwimmt im Erdöl, der Preis bleibt laut Experten noch lange tief. Wenn dadurch fossile Projekte unrentabel werden, könnten erneuerbare Energiequellen profitieren.

Die Lager der Welt sind randvoll, es herrscht ein unerbittlicher Preiskampf: In einer Raffinerie in Memphis, Tennessee, werden Tanklaster gefüllt. Foto: Luke Sharrett (Bloomberg)
Die Lager der Welt sind randvoll, es herrscht ein unerbittlicher Preiskampf: In einer Raffinerie in Memphis, Tennessee, werden Tanklaster gefüllt. Foto: Luke Sharrett (Bloomberg)

US-Ölfirmen haben die Konkurrenz mit einer aggressiven Vorwärtsstrategie verblüfft. Sie holten bis vor kurzem Rohöl in Rekordmengen aus dem Boden, obwohl der kollabierende Preis dies nicht mehr rechtfertigte. Doch nun kommen selbst die erfolgreichsten Firmen in Nöte: Der Preis sinkt nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank weiter. Er dürfte auf Jahre hinaus so tief bleiben, dass eine Reihe schwächerer Ölfirmen in den USA vor dem Aus stehen. Was auch gegen die fossile Energieindustrie spricht: Das neue Klimaabkommen verpflichtet auf eine maximale Erderwärmung von zwei Grad. Dies macht die Förderung von zwei Dritteln der abbaubaren Reserven unmöglich. Anlagen für mehr als 100 Billionen Dollar müssten abgeschrieben werden.

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