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US-Börse ICE wappnet sich mit Gewinnsprung für Nyse-Übernahme

New York Die zusammen mit der Nasdaq um die New Yorker Börse Nyse Euronext buhlende US-Rohstoffbörse IntercontinentalExchange hat im ersten Quartal einen kräftigen Gewinnanstieg verbucht.

Dank des starken Handels mit Energie-Derivaten habe sich der Gewinn um 26 Prozent auf 130,2 Millionen Dollar oder 1,74 Dollar je Aktie erhöht, teilte die ICE am Mittwoch mit. Ohne Einmaleffekte habe der Gewinn sogar bei 1,77 Dollar je Anteilsschein und damit über den Analystenschätzungen von 1,69 Dollar gelegen. In einem von den Unruhen im ölreichen Nordafrika und der Japan- Katastrophe geprägten Auftaktquartal kletterte der Umsatz um 18 Prozent auf 334,3 Millionen Dollar. Damit fühlt sich die ICE gewappnet für die Übernahmeschlacht mit der Deutschen Börse um die Nyse Euronext. Das Management um ICE-Chef Jeffrey Sprecher bekräftigte seine Ansicht, wonach sie das Angebot des Frankfurter Börsenbetreibers für die New Yorker Börse als zu niedrig erachten. «Das Gebot der Deutschen sei «unterlegen, riskant und von geringerem Wert», sagte Sprecher. Der US-Börsenbetreiber, der auf den elektronischen Handel von Optionen und Futures auf Elektrizität, Energie- und Agrarrohstoffe sowie Emissionen spezialisiert ist, will sich gemeinsam mit der US- Technologiebörse Nasdaq die Nyse Euronext einverleiben und schreckt dabei auch nicht vor einer feindlichen Übernahmeofferte zurück. Die Deutsche Börse und die Nyse Euronext hatten bereits im Februar einen Zusammenschluss zum weltgrössten Handelsplatz für Aktien und Derivate mit einem Marktwert von rund 26 Milliarden Dollar bekannt gegeben - müssen sich nun aber der Gegenofferte erwehren. Im Juli stimmen die Nyse-Aktionäre darüber ab, ob sie das Angebot annehmen.

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