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US-Notenbank belässt Leitzins wie erwartet unverändert

Washington Die US-Notenbank Fed bleibt ungeachtet der Zinswende im Euroraum bei ihrer ultralockeren Geldpolitik.

Der Zielsatz für Tagesgeld bleibt zwischen Null und 0,25 Prozent. Ihr Programm zum Kauf von Staatsanleihen für 600 Milliarden Dollar will die Fed aber wie geplant im Juni beenden. Zur Begründung erklärte die Notenbank am Mittwoch zum Ende eines zweitägigen Treffens, die wirtschaftliche Erholung setze sich mit moderatem Tempo fort, die Bedingungen am Arbeitsmarkt besserten sich schrittweise. Alle Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses stimmten für die Entscheidung. Die höheren Preise für Energie und Rohstoffe hätten zwar die Teuerungsrate nach oben getrieben, doch dieser Effekt sei nicht von Dauer. Trotzdem werde man die Inflation und die Inflationserwartungen «genau beobachten». Der im vergangenen November verkündete Ankauf von Staatsanleihen diente der Konjunkturankurbelung. Damit sollten die Zinsen auf Hypotheken und andere Schulden weiter gedrückt und Konsumanreize geschaffen werden, was wiederum zur Schaffung neuer Arbeitsplätze führen sollte. Kritiker hatten dagegen auf Inflationsgefahren verwiesen. Ökonomen vermuteten, dass die US-Notenbank die Zinsen noch in diesem oder Anfang kommenden Jahres anheben wird. Sie hatten einhellig damit gerechnet, dass der Leitzins vorerst unverändert bleibt. Die Fed hatte den Schlüsselsatz wegen der Finanzkrise von 5,25 Prozent im Sommer 2007 bis Dezember 2008 auf gegen null gestutzt. US-Notenbankchef Ben Bernanke wollte die Zinsentscheidung vor der Presse erläutern. Es ist dies die erste Pressekonferenz in der 97- jährigen Geschichte der Fed.

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