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US-Wirtschaft hat im Frühjahr stärker zugelegt als erwartet

Washington Die US-Wirtschaft hat sich im Frühjahr etwas stärker erholt als erwartet und damit die Furcht vor einem Rückfall in die Rezession gedämpft.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltgrössten Volkswirtschaft stieg von April bis Juni mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,7 Prozent, wie das Handelsministerium am Donnerstag nach endgültigen Berechnungen mitteilte. Analysten hatten für das zweite Quartal im Schnitt nur mit 1,6 Prozent gerechnet. Einen weiteren Lichtblick für die US-Wirtschaft lieferte eine Umfrage unter Einkaufsmanagern im Mittleren Westen: Sie berichteten im September über ein überraschend anziehendes Wachstum, während Experten mit einem gedrosselten Tempo gerechnet hatten. Obwohl die Daten zum Frühjahrsquartal etwas besser als zunächst erwartet ausfielen, bleibt das Wachstum weit hinter der Schlagzahl von Anfang des Jahres zurück. Damals hatte die US-Wirtschaft um 3,7 Prozent zugelegt. Zugleich reichen die Wachstumskräfte derzeit nicht aus, um die hohe Arbeitslosigkeit von knapp unter zehn Prozent nachhaltig abzubauen. Die US-Notenbank denkt daher laut darüber nach, der lahmenden Konjunktur mit neuen Geldspritzen auf die Beine zu helfen. Privater Konsum bietet Lichtblick Wie aus den Detaildaten zum Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal hervorgeht, hat sich besonders der Private Konsum besser entwickelt als zunächst angenommen: Dieser dominante Bereich der US- Wirtschaft legte um 2,2 Prozent zu. Zunächst war nur ein Plus von 2,0 Prozent veranschlagt worden. Der aktuelle Wert ist das grösste Plus seit drei Jahren. In den Monaten Januar bis März hatten die US- Verbraucher ihre Ausgaben lediglich um 1,9 Prozent gesteigert. Als Hemmschuh für das Wachstum erwiesen sich jedoch die stark anziehenden Importe, die um mehr als ein Drittel zulegten. Da gleichzeitig die Ausfuhren nur um gut neun Prozent stiegen, drückte der Fehlbetrag in der Handelsbilanz das Wachstum um 3,5 Prozentpunkte. Experten rechnen jedoch damit, dass das ungestüme Importwachstum im dritten Quartal nachlassen und damit die Wirtschaftsleistung insgesamt nicht mehr so stark belasten wird.

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