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Vaduz FL: Gründer von Money Service Group bestreitet Betrug Gescheitertes Finanzunternehmen war bekannter Sponsor im Sport

Der 41-jährige Gründer der gescheiterten Money Service Group (MSG) hat am Dienstag vor dem Liechtensteiner Landesgericht sämtliche Betrugsvorwürfe bestritten.

Dem Deutschen wird wegen schweren gewerbsmässigen Betrugs der Prozess gemacht. Der MSG-Chef, dem bei einer Verurteilung bis zu zehn Jahren Haft drohen, wies alle Vorwürfe von sich und bezeichnete Aussagen von Geschädigten als frei erfunden. Ungereimtheiten tauchten am ersten Prozesstag im Zusammenhang mit einer Vermögensaufstellung aus dem Jahre 2006 auf. Damals verfügte der Mann über 80 Millionen Franken, davon 8 Millionen in flüssigen Mitteln. Was mit dem Geld geschah, konnte der Angeklagte nicht plausibel erklären. Die Mittel seien wohl durch seinen Lebensstil aufgebraucht worden, meinte er. Die Anklage wirft dem Financier vor, Anleger um 36 Millionen Franken betrogen zu haben . Der MSG-Gründer versprach seinen Kunden, ihr Geld gewinnbringend in Fonds, Anlagen mit fester Laufzeit und in Solarparks zu investieren. Laut Staatsanwaltschaft hatte er aber gar nie die Absicht, solche Invesitionen zu tätigen. Der 41-Jährige verwendete die Kundengelder für den Geschäftsbetrieb der Gesellschaften der Money Service Group und für sein aufwendiges Privatleben. Geld wurde zudem eingesetzt für Rückzahlungen an andere Anleger und für Ausschüttungen an Investoren. Weltmeister trug MSG-Dächlikappe Die MSG profilierte sich als Sport-Sponsor. Der ehemalige Formel- 1-Weltmeister Niki Lauda aus Österreich trug eine zeitlang eine Dächlikappe mit dem MSG-Schriftzug. Auch der Schweizer Rennstall Sauber schloss einen Sponsorvertrag mit der MSG ab, ebenso die Schweizer Super League, die höchste Fussball-Liga. Der Prozess vor dem Liechtensteiner Landgericht dauert voraussichtlich bis zum 19. Oktober, wobei neun Verhandlungstage angesetzt wurden.

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