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Vergaberegeln für Hypotheken sollen drastisch verschärft werden

Laut der Schweizer Finanzmarktaufsicht vergeben die Banken «flächendeckend» zu leichtfertig Hypotheken. Sie will die Zügel anziehen.

In der Schweiz steigt das Volumen der Hypotheken rasch an: Die Finanzmarktaufsicht will deshalb die Vergabe erschweren.
In der Schweiz steigt das Volumen der Hypotheken rasch an: Die Finanzmarktaufsicht will deshalb die Vergabe erschweren.
Keystone

Das Volumen der Hypotheken in der Schweiz ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Die Angst vor einer Blase geht um. Die Finanzmarktaufsicht (Finma) plant laut einem Bericht der Sendung «Eco» des Schweizer Fernsehens deshalb deutliche Verschärfungen bei den Vergaberegeln.

Seit zwei Jahren gelten die Regeln, dass Hausbesitzer innert 20 Jahren ein Drittel ihrer Hypothek amortisieren müssen. Zudem müssen sie zehn Prozent des Eigenkapitals mit Geld aufbringen, das nicht aus der zweiten Säule stammt. Diese Selbstregulierungsmassnahmen der Banken bringen laut mehreren Experten, die «Eco» zitiert, allerdings nichts. Der Spielraum sei zu breit, und es fände sich immer eine Bank, die eine Hypothek vergebe. Tobias Lux, Sprecher der Finma, bestätigt diese Aussagen: Die Banken würden immer öfter ihre eigenen Regeln missachten. Dies sei ein «flächendeckendes Phänomen» und nicht nur bei einzelnen Banken üblich.

Hypotheken sollen teurer werden

«Eco» zitiert weiter aus einem internen Mail. Demnach verlangt die Finma von der Branche innert eines halben Jahres eine Verschärfung der Selbstregulierung. Konkret verlange die Finma künftig eine noch stärkere Amortisation der Hypothek und eine genauere Definition für die Vergabekriterien Marktwert, Einkommen und Eigenmittel. Hypotheken würden dadurch teurer.

Die Finanzbranche ist beunruhigt. Markus Staub, bei der Bankiervereinigung zuständig für den Bereich Politik, wehrt sich: «Wir wollen weiterhin Ausgestaltungsfreiheit.»

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