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Verschleppt und verkauft

Auf thailändischen Fischerbooten gehören Sklaverei und Menschenhandel zum Alltag – seit Jahren. Ein neuer Report zeigt nun, was diese Zustände mit den Zuchtcrevetten auf Tellern im Westen zu tun haben.

Zwangsarbeit: Ein burmesischer Migrant arbeitet auf einem Fischerboot vor der Küste Thailands. Migranten laufen in der thailändischen Fischereiindustrie Gefahr, versklavt oder misshandelt zu werden. Foto: Damir Sagolj (Reuters)
Zwangsarbeit: Ein burmesischer Migrant arbeitet auf einem Fischerboot vor der Küste Thailands. Migranten laufen in der thailändischen Fischereiindustrie Gefahr, versklavt oder misshandelt zu werden. Foto: Damir Sagolj (Reuters)

Maung ist 20, als er Burma am 11. März 2013 verlässt und zum Arbeitssklaven wird. Der Schlepper verspricht ihm einen Job in einer thailändischen Ananasfabrik. Stattdessen führt er ihn zusammen mit 36 anderen burmesischen Flüchtlingen durch den Mae-Sot-Dschungel über die grüne Grenze nach Thailand und an den Hafen von Samae San, einem Küstenort zwei Stunden ausserhalb Bangkoks. 380 Franken hat ihm der Kapitän des Fischkutters für die neue Arbeitskraft bezahlt, die 10 Monate lang für ihn schuften wird. Umsonst. Maung erhält keinen Lohn. Nur Schläge. Die Prügel kosten ihn einen Teil des Gehörs, aber nicht das Leben. Am 13. Dezember gelingt ihm die Flucht.

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