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Viel härter als Stahl

Die Uhrenfirma Hublot hat kratzfestes Gold entwickelt .

Die Uhrenfabrik Hubloz in Nyon VD hat das neuartige Metall in drei Jahren zusammen mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) entwickelt und am Donnerstag vorgestellt.

Das so genannte Magic Gold mit 18 Karat sei das Ergebnis von drei Jahren Forschung und Arbeit, hiess es bei der Präsentation. Bisher hatte das Edelmetall den Nachteil, zu weich zu sein. Dank der Zusammenarbeit mit der EPFL habe man es geschafft, das Gold so hart zu machen, dass nur ein Diamant es zerkratzen könne, erklärte Hublot. Diamant ist der härteste Gegenstand der Welt.

18-karätiges normales Gold erreiche auf der Härteskala Vickers einen Wert von 400, hiess es im Communiqué. Das neue Gold von Hublot schaffe indes beinahe 1000 Vickers, das sei wesentlich mehr als gehärteter Stahl mit rund 600 Vickers.

Das Spitzenergebnis sei möglich gewesen dank des Zusatzes von Keramik, hiess es weiter. Man habe ein Borkarbidpulver zuerst durch isostatisches Kaltpressen in Formen gepresst. Anschliessend würden die vorgeformten Teile unter sehr hohen Temperaturen gehärtet. Dies führe zu einer festen und porösen Struktur.

Danach werde unter sehr hohem Druck Goldschmelze inflitriert. Diese fülle die Poren der Keramik auf, was die Entstehung des neuen Materials ermögliche, hiess es weiter. Dank der Keramik sei das neue Gold kratzfest.

Hublot habe eine eigene Spezialschmelze beschafft. Die ersten Uhren aus dem neuen Gold sollen auf der Uhren- und Schmuckmesse Basel World im nächsten Jahr vorgestellt werden. Die Messe dauert vom 8. bis 15. März.

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