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Wachstum laut Indiens Regierungschef nur mit Reformen möglich

Neu-Delhi Indiens Ministerpräsident Manmohan Singh hält das selbst gesteckte Wachstumsziel von acht Prozent nur bei Reformen für erreichbar.

«Ein hohes Wachstum schaffen wir definitiv nicht, wenn wir so weitermachen wie bisher», sagte Singh am Donnerstag in Neu-Delhi. «Wir können die Weltwirtschaft nicht verändern, aber wir können etwas tun gegen die Hemmnisse zu Hause, die zum Abschwung beigetragen haben.» Das Bruttoinlandsprodukt wird in dem im März zu Ende gehenden Steuerjahr voraussichtlich nur um 5,7 bis 5,9 Prozent zulegen und damit so langsam wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Regierung will zwischen 2012 und 2017 ein durchschnittliches Wachstum von acht Prozent schaffen. Das sei «ambitioniert», räumte Singh ein. Er hatte im September eine Reihe von Reformen eingeleitet. So wurden der Einzelhandel und weitere Branchen für ausländische Investoren geöffnet. Ökonomen fordern eine raschere Genehmigung von neuen Infrastrukturprojekten, den Abbau von Subventionen und ein neues Steuersystem. «Wir sind noch immer ein Niedriglohnland», sagte Singh. «Wir brauchen 20 Jahre kräftiges Wachstum, um ein mittleres Einkommensniveau zu erreichen.»

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