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Wahl in Griechenland versetzt Anleger in Alarmstimmung

New York Die anstehende Parlamentswahl in Griechenland am (heutigen) Sonntag versetzt Anleger an der New Yorker Börse in Alarmstimmung.

Die Wahl in dem Mittelmeerland dürfte in der kommenden Woche auch für höhere Wellen an den US-Börsen sorgen. Die Griechen entscheiden bei den Wahlen nicht nur über ein neues Parlament, sondern möglicherweise auch über Sein oder Nichtsein in der Euro-Zone. Die spannende Frage ist, ob das Linksbündnis Syriza gewinnen wird, welches die Sparauflagen des finanziellen Hilfspakets ablehnt, oder ob die konservative Nea Dimokratia die Nase vorn hat, die sich grundsätzlich zu dem Sparprogramm bekennt. Doch auch nach der Griechenland-Wahl wird die kommende Woche kaum ruhig verlaufen: Am Mittwoch steht die geldpolitische Erklärung der US-Notenbank Fed an. Ausserdem rechnen Analysten mit weiteren Rating- Herabstufungen und mit Warnungen vor steigenden Staatsschulden. Die Griechenland-Wahl könnte nach Ansicht von Analysten abermals in einer Patt-Situation enden, wo keine Partei in der Lage ist, eine Regierung zu bilden. «Ich glaube, dass dieses Ergebnis sehr wahrscheinlich ist», sagte Gregory Peterson von Ballentine Partners LLC in Waltham, Massachusetts. Das werde zu grosser Unsicherheit führen und «das dürfte nicht gut für die Märkte sein». Noch mehr Druck auf die Kurse würde von einem Wahlergebnis ausgehen, das auf eine Auflösung der Euro-Zone hinauslaufen könnte, sagte Peterson. Positionen «aggressiv abgesichert» Viele Anleger haben sich aber bereits auf das Schlimmste eingestellt. «Die Leute haben in den vergangenen zwei Wochen ihre Positionen aggressiv abgesichert», sagte Alec Levine, Derivate- Stratege bei der Newedge Group SA in New York. Er rechnet mit einer Neuauflage des Nervenspiels zwischen der neuen griechischen Regierung und der Europäischen Union, bei dem es darum geht, wer zuerst nachgibt. Trotz dieser Befürchtungen haben die Börsen in den USA die vergangene Woche im Plus beendet. Getragen war dieser Optimismus der Aktienanleger von der Hoffnung, dass die Fed und andere Zentralbanken weitere Massnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft ergreifen. So hält sich hartnäckig die Erwartung, dass die Fed mit einer dritten Runde der monetären Lockerung (QE3) weiteres Geld in den Markt pumpt. Zudem haben die wichtigsten Zentralbanken der Welt signalisiert, dass sie bereit stehen, bei schweren Marktturbulenzen nach der Griechenland-Wahl die Märkte mit ausreichend Liquidität zu versorgen.

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