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Warnstreik von fünf Bauarbeitern auf Novartis Campus in Basel

Auf einer Baustelle in Basel sind am Donnerstag fünf Mitarbeiter eines auf Erdwärmesondenbohrungen spezialisierten Unternehmens in einen Warnstreik getreten.

Nach Angaben der Gewerkschaft Unia wehren sie sich gegen Lohn- und Sozialdumping. Bei den Streikenden handelt es sich um Angestellte der e-therm AG, einer Tochterfirma des grossen Thuner Bauunternehmens Frutiger. Die fünf Männer sind derzeit mit zwei Bohrmaschinen auf der Baustelle des Novartis Campus im Einsatz. Die Unia wirft der Firma e-therm in einer Mitteilung vor, den Landesmantelvertrag (LMV) für das Bauhauptgewerbe nicht einzuhalten. Die Angestellten müssten mehr arbeiten als erlaubt und erhielten nicht einmal die im LMV vorgesehenen Minimallöhne. Ein Geschäftsleitungsmitglied der Frutiger weist auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda die gegenüber der e-therm erhobenen Vorwürfe als «absolut ungerechtfertigt» zurück. Erdwärmebohrungen unterstehen seinen Angaben gemäss gar nicht dem LMV; wenn die Unia das ändern wolle, müsse sie sich an den Baumeisterverband wenden Zudem zahle die e-therm deutlich höhere Lohne als für Bauarbeiter im LMV vorgeschrieben, sagte der Frutiger-Vertreter weiter. Die e- therm zählt rund 50 Mitarbeitende, wovon 35 mit 14 Bohrmaschinen landesweit Erdsondenbohrungen vornehmen. Die Firma ist nach Angaben auf ihrer Homepage Schweizer Marktführer in diesem Bereich. Die Unia hat für Donnerstagnachmittag Verhandlungen angeboten, was von den e-therm-Verantwortlichen jedoch abgelehnt wurde. Laut einem Unia-Vertreter ist offen, wie lange der Streik in Basel dauert. Es sei auch möglich, dass er auf weitere e-therm-Baustelle ausgeweitet werde.

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