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«Was der Chef sagte, wurde bei Postauto nicht hinterfragt»

Christian Plüss: «Bei den Mitarbeitern habe ich Verunsicherung bis hin zu Frustration gespürt.» Bild: Adrian Moser

Die Bundespolizei ermittelt gegen Ihren Vorgänger. Bringt das neue Unruhe in die Postauto AG? Oder bringt das die Firma näher zum Schlussstrich unter die Subventionsaffäre?

Sie sind als Externer auf den Chefposten geholt worden. In welchem Zustand haben Sie Postauto und die Mitarbeiter vorgefunden?

Und, wie soll es weitergehen?

Um nach vorne zu schauen, muss man manchmal zurückblicken. Konnten Sie sich ein Bild davon machen, wie es zur Betrugskultur bei Postauto gekommen ist?

«Angestellte haben mir berichtet, ich sei der erste Chef aus Bern in 30 Jahren, der ihnen die Hand geschüttelt habe.»

Über Jahre hat sich bei Postauto ein Unrechtsbewusstsein beim Umgang mit Steuergeldern eingeschlichen. Wie erklären Sie sich das?

Was haben Sie unmittelbar geändert, um diese Kultur zu korrigieren?

Sie haben das Duzen eingeführt?

Was ist die zweite Massnahme?

«Die Kantone fühlen sich von uns hintergangen»

Was ist zu tun, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen?

Warum sind Sie besorgt?

Sie werben mit guten Grund um neues Vertrauen: Ende April reicht Postauto bei den Kantonen die Offerten für die nächsten zwei Jahre ein.

Offenbar mussten die Chauffeure auch Gratisarbeit verrichten. Wie weit sind Sie in den laufenden Verhandlungen mit den Gewerkschaften, um solche Bedingungen in Zukunft zu verhindern?

Ihre Feuertaufe als neuer Chef haben Sie buchstäblich mit dem Brand im Busdepot in Chur erlebt.

In Chur sind 20 Postautos auf einmal zerstört worden. Welche Lehren haben Sie gezogen?