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Was für Banken auf dem Spiel steht - Das Risiko in Zahlen

Frankfurt/Main Europas grosse Banken haben Milliarden in Staatsanleihen der Euro-Schuldenländer investiert.

Neben einer Umschuldung Griechenlands spielen Analysten auch die Teilentschuldung von Portugal, Italien, Irland und Spanien durch. Das würden viele Banken nach Experteneinschätzung ohne frisches Kapital nicht überleben. Befürchteter Kapitalbedarf: bis zu 340 Milliarden Euro. DEUTSCHE BANK - Risiko in den Euro-Schuldenstaaten im ersten Halbjahr um 70 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro reduziert (ohne Engagement in Privatwirtschaft) - Bei griechischen Staatsanleihen Abschreibung von gut 350 Millionen Euro - JPMorgan-Analyse: Kapitalbedarf bis zu 11,7 Milliarden Euro COMMERZBANK - Staatsanleihen Ende Juni: 8,7 Milliarden Euro in italienischen, 2,9 Milliarden in spanischen und 900 Millionen in portugiesischen - Bei griechischen Staatsanleihen Abschreibung von 760 Millionen Euro - JPMorgan-Analyse: Kapitalbedarf bei knapp 7 Milliarden Euro BNP PARIBAS - Staatsanleihen laut Bericht vom August: 22,7 Milliarden Euro in italienischen, 2,5 Milliarden in Spanien, 1,7 Milliarden in Portugal, 389 Millionen Euro in Irland - Bei griechischen Staatsanleihen Abschreibung von 534 Millionen Euro - JPMorgan-Analyse: Kapitalbedarf fast 7 Milliarden Euro an frischem Geld SOCIÉTÉ GÉNÉRALE - Nettorisiko in Staatsanleihen von Italien, Spanien, Portugal, Irland und Griechenland zum 30. Juni bei 10,2 Milliarden Euro - Bei griechischen Papieren Abschreibung von 395 Millionen Euro auf 1,9 Milliarden Euro, Risiko durch griechische Bank Geniki - JPMorgan- Analyse: Kapitalbedarf bis zu 6 Milliarden Euro CRÉDIT AGRICOLE - Staatsanleihen/Forderungen an Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien zum 30. Juni knapp 12 Milliarden Euro - Bei griechischen Staatsanleihen im zweiten Quartal Abschreibung von 202 Millionen Euro; Risiko durch griechische Tochterbank Emporiki - JPMorgan-Analyse: im Extremfall Kapitalbedarf 8,7 Milliarden Euro SANTANDER - Laut Banken-Stresstest Ende 2010 rund 46 Milliarden Euro spanische Staatsanleihen, weitere 3,7 Milliarden in Portugal - Kaum Risiken in Italien, Griechenland und Irland - JPMorgan-Analyse: bei neuen Anforderungen 8 Milliarden Euro Kapitalbedarf BANCO BILBAO VIZCAYA ARGENTARIA - Ende 2010 fast 56 Milliarden Euro in spanischen Staatspapieren und 4,2 Milliarden in italienischen; in den drei anderen Krisenländern nicht einmal 1 Milliarden Euro - JPMorgan-Analyse: Grösseres Kapitalpolster und daher schlimmstenfalls 3,4 Milliarden Euro Kapitalbedarf UNICREDIT - Vergleichsweise wenig Geld in Griechenland (105 Millionen Euro), Spanien, Irland und Portugal - Laut Halbjahresbilanz aber italienische Papiere im Wert von 38 Milliarden Euro in den Büchern - JPMorgan-Analyse: Sehr hohe Kapitallücke von 13,5 Milliarden Euro INTESA SANPAOLO - 65 Milliarden Euro in italienische Staatsanleihen gesteckt; in den übrigen vier Schuldenstaaten nur gut 1,5 Milliarden Euro - Abschreibung auf Griechenland-Papiere bislang nur 25 Millionen Euro - JPMorgan-Analyse: Kapitallücke von 4,7 Milliarden Euro. SCHWEIZER BANKEN - Laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) vergleichsweise wenig Geld in Griechenland (3,3 Milliarden Dollar) und Portugal (3,7 Milliarden Dollar) per Ende Juni. Bedeutend grösser sind die Summen in Spanien (21,8 Milliarden Dollar), Italien und Irland (je 19 Milliarden Dollar).

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